Gedenkstättenexkursion 9. Jahrgangsstufe

Die Gegenwartsgeschichte Deutschlands ist durch die NS-Zeit massiv geprägt. Dieser Tatsache ist der im Lehrplan vorgesehene Besuch einer Gedenkstätte im Rahmen des Unterrichts über die Jahre der NS-Diktatur geschuldet. Unsere geografische Lage in Bayern bedingt, dass der Besuch einer größeren Gedenkstätte immer mit einer langen Fahrtzeit verbunden ist.

Am Gymnasium Marktbreit hat sich hierzu folgendes Konzept etabliert:

Die 9. Klassen besuchen im Frühjahr die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in der Oberpfalz, stets im Rahmen einer Führung durch Mitarbeiter der Gedenkstätte. Um den dortigen Steinbruch  gewinnbringend auszubeuten, errichtete die SS 1938 in unmittelbarer Ortsnähe ein Zwangsarbeitslager, in dem bis zur Befreiung 1945 insgesamt mehr als 100.000 Gefangene inhaftiert waren. Berühmte Gefangene waren unter anderem Dietrich Bonhoeffer oder Wilhelm Canaris.

Am Nachmittag des Exkursionstages führen dann die begleitenden Lehrkräfte die Gruppe über das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Der in Flossenbürg von den Häftlingen ohne Schutzausrüstung oder besonderes Werkzeug abgebaute Granit wurde hier für die Prachtbauten des Regimes verwendet. So sehen die Schülerinnen und Schüler, auf welche Weise die Diktatur über monumentale Inszenierungen die Bevölkerung beeindrucken wollte, und erkennen zugleich unmittelbar, wer den Preis für die Propaganda bezahlte.