„Best of and bye bye“– wir waren dabei!

Ein letztes (wirklich allerletztes) Mal fand am 01.02.26 der Poetry Slam in der Würzburger Posthalle statt. Nach 20 Jahren geht dieses Format dort zu Ende und wir haben die letzte Runde im voll besetzten Haus mitgefeiert.

Zu diesem Abschied wurde eine Auswahl der besten Slammerinnen und Slammer aus Deutschland und Österreich eingeladen – allesamt Preisträger lokaler oder landesweiter Wettbewerbe, die bereits einmal in Würzburg zu Gast waren. Und auch diesmal präsentierten sie ihre selbstverfassten Texte in lediglich sechs Minuten, wie es das Regelwerk vorgibt.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler der Deutschkurse der Jahrgangsstufe 12 wurden von dieser crème de la crème keineswegs enttäuscht: Nach einem musikalischen Auftakt durch den Feature-Gast folgten gereimte, ungereimte, gerappte sowie synchron in der Gruppe vorgetragene Texte. Thematisch handelten diese von etwas anderen Klettererlebnissen, nervtötenden Allergien und der Absurdität von Sprachnachrichten, sie beantworteten aber auch politisch-gesellschaftliche Fragen, etwa zur Bedeutung der Frauenquote, der Rolle des Autos für unseren Alltag oder der männlichen Vorbilder für die junge Generation. Mal langsam und melancholisch, mal aufgebracht und schreiend vorgetragen ließen die Künstlerinnen und Künstler das Publikum nachdenklich und oft auch lachend zurück.

Anschließend wurde über den Sieger bzw. die Siegerin wie immer per Publikumsabstimmung entschieden, was angesichts der großen Bandbreite an Vortragsstilen, Themen und Performances besonders schwerfiel. Nicht umsonst gab es am Ende dieses Slam-Finales gleich zwei Gewinner, die sich den Titel teilten – ein würdiger Abschluss dieser Veranstaltungsreihe.

Doch nach dem Slam ist vor dem Slam: Wir haben bereits zwei weitere Spielstätten gefunden, die in Zukunft Poetry Slams veranstalten werden, und waren ganz sicher nicht zum letzten Mal zu Gast.

Stefanie Seufert