Von Klimt bis Kaffeehaus

„Wien ist der wahre Schmelztiegel der Nationen“, hörten wir gleich zu Beginn unserer Abschlussfahrt. Spätestens nach der Stadtführung, die uns einen ersten Einblick in die Stadtgeschichte und die kaiserliche Vergangenheit gab, aber auch das moderne Wien zeigte, waren wir begeistert von der Stadt. Wusstet ihr, dass es in Wien allein mehr Trinkbrunnen als in ganz Deutschland gibt?

Den Ankunftstag verbrachten wir am Wiener Prater und erkundeten gemeinsam das weitläufige Gelände. Dabei konnten wir erste Eindrücke von Wien sammeln und die Fahrgeschäfte ausprobieren. In den folgenden Tagen besuchten wir zahlreiche Museen, Institutionen und Sehenswürdigkeiten gemeinsam, z. B. das Schloss Schönbrunn, das Vienna International Center (UNO-City) oder das Haus des Meeres. Da wir Schülerinnen und Schüler aber auch die Möglichkeit hatten, die Reise nach unserem Belieben zu gestalten, entstanden viele individuelle Erfahrungen.

Laras & Ranias Highlight:

Uns hat die Stadtführung sehr gut gefallen. Mit Witz und Humor hat uns der Guide die saubere Stadt nähergebracht, in der es etliche Orte zum Ausruhen gibt. Wien kümmert sich wirklich um das Wohl der Bürger. Die alten, historischen Bauten machen die Stadt besonders, denn an jeder Ecke befindet sich ein anderes verschnörkeltes Gebäude.

Nickolais Highlight:

Die Lehrkräfte waren immer als Ansprechpartner zur Stelle und haben sich bemüht, dass wir die Möglichkeit hatten, alles, was wir wollten, zu sehen und zu erleben. Außerdem ist Wien als Kulturhauptstadt ein passender Ort für Museumsbesuche, wie die Albertina oder das Leopold Museum. Das berühmte Gemälde „Der Kuss“ von Klimt haben wir im Schloss Belvedere bewundert.

Annikas Highlight:

Bei der Führung durch den wienerischen Amtssitz der Vereinten Nationen hat man gelebte Globalisierung erfahren können. Wie die verschiedenen Länder zusammenarbeiten, konnte ich beim Zuschauen der Konferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation nachvollziehen.

Clemens‘ Highlight:

Auch das Haus des Meeres bleibt positiv in Erinnerung. Das Gebäude stellt eine faszinierende Tierwelt mit mehreren riesigen Aquarien und Terrarien eindrucksvoll zur Schau. Neben Haien und Rochen sind auch riesige Schlangen und Reptilien, aber auch andere exotische Tiere zu sehen.
Das Haus des Meeres beeindruckte allerdings nicht nur Biologie-Interessierte. Die ehemalige Funktion des Gebäudes als Flakturm des NS-Regimes und Schutzbunker der Zivilbevölkerung regte nicht nur die Geschichtsinteressierten unter uns zum Nachdenken an.

Sarahs Highlight:

Die Rutsche beim Donauturm war sehr aufregend. Es handelt sich um die höchstgelegene Rutsche Europas. Auf dem Aussichtsturm konnte man Wien von oben betrachten und beim Rutschen selbst eine ganz andere, besondere Perspektive bekommen. Sogar die Ängstlichen unter uns haben sich die sieben Sekunden dauernde Fahrt getraut.

Tessas Highlight:

Im Schloss Schönbrunn, der ehemaligen Sommerresidenz der Habsburger, sah ich, wo Sisi und Franz gelebt haben. Es ist eine eindrucksvolle Barockanlage. Danach hat meine Gruppe den wunderschönen Palmengarten mit exotischen Pflanzen besucht. Außerdem hat mir das Theaterstück „Auslöschung. Der Zerfall“ von Thomas Bernhard gefallen, da es an die Schrecken des Naziregimes und die gravierenden Traumata der Nachkriegszeit erinnert.

Lorenz‘ & Christophs Highlight:

Ein besonderes Highlight unserer Abschlussfahrt war das Haus der Musik in Wien. Dort konnten wir Musik auf unterschiedliche Weise erleben: Wir konnten unseren eigenen Walzer zusammenstellen, spielten eine Klaviertreppe und dirigierten ein virtuelles Orchester. Besonders spannend war für uns als Physik-LKler auch der Blick auf die physikalischen Hintergründe von Musik. Ergänzt wurden die interaktiven Stationen durch zahlreiche Hörbeispiele, die uns die Musik von Komponisten wie Mozart, Beethoven und Schubert näherbrachten.

 

Am letzten Abend gingen wir gemeinsam traditionell Essen. Dabei verbrachten wir noch einmal Zeit zusammen und ließen die Fahrt gemütlich ausklingen. So nahm jeder von uns seine ganz persönlichen Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause. Eines aber bleibt uns allen: eine abwechslungsreiche und besondere Abschlussfahrt, an die wir noch lange zurückdenken werden.

Schülerinnen und Schüler der Q13, Kirsten Werner