Klicks mit Köpfchen
Zwei Tage lang drehte sich für die 6. Jahrgangsstufe des Gymnasium Marktbreit alles um das Thema Medien und digitale Welt. Ziel der Projekttage war es, die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe für die Chancen und Risiken moderner Medien zu sensibilisieren.
Zum Auftakt reflektierten die Jugendlichen das Verhältnis von digitalen und analogen Medien. Sie lernten, dass bewusste Auszeiten und analoge Alternativen für eine gesunde Balance im Alltag unverzichtbar sind.
Im Workshop zur „Filterblase“ erfuhren sie, wie Algorithmen Inhalte auswählen und warum unterschiedliche Perspektiven wichtig sind. „Sicher unterwegs im Netz“ sensibilisierte für Datenschutz, starke Passwörter und einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten. Ganz praktisch wurde es beim „iPad aufräumen“: Dateien sinnvoll benennen und strukturieren, unnötige Fotos und Videos löschen sowie Speicher sinnvoll nutzen standen hier im Mittelpunkt. Mit „LearningApps“ durchforsteten die Schülerinnen und Schüler bestehende Übungsangebote aus verschiedenen Fächern und prüften diese gezielt auf ihren Nutzen. Dabei suchten sie passende Lernspiele zu konkreten Themenbereichen aus, die sie beim individuellen Üben im Unterricht unterstützen können. Beim Thema „Influencer“ analysierten die Klassen kritisch Werbung und Inszenierung in sozialen Netzwerken. In der Einheit zu „Fake News“ lernten sie, Quellen zu prüfen und Informationen, vor allem in Form von Bildern und Videos zu hinterfragen. Der Workshop zu „Cybermobbing“ stärkte Empathie und zeigte konkrete Hilfsangebote auf.
Besonders bereichernd war die Unterstützung der Volontärinnen der Main-Post. In ihren Einheiten zu „digitaler Empathie“ und „Debattenkultur“ übten die Jugendlichen respektvolle Online-Kommunikation und faire Diskussionen. Im Workshop „digitale Empathie“ lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man mit Konfliktsituationen umgehen und wo man sich Hilfe suchen kann, sollte man von Hass im Netz betroffen sein. Beim Thema „Debattenkultur“ stiegen die 6.-Klässlerinnen und -Klässler engagiert in die Diskussion ein und suchten Argumente für oder gegen ein Verbot von Instagram für unter 14-Jährige. Dabei nahmen sie unterschiedliche Rollen wie Störenfried oder Stimme der Sachlichkeit, die mit Fakten argumentierte, ein. Ein herzlicher Dank gilt den engagierten Gästen für ihre wertvolle Mitarbeit.
Mit dem neu gewonnenen Wissen und einem geschärften Bewusstsein sind die Sechstklässler nun gut gewappnet, um in Zukunft nicht nur aktiv, sondern vor allem mit Köpfchen zu klicken.
Annette Oechsner


