Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnologie
Im Labor wurde eine DNA-Spur analysiert, die an einem fiktiven Tatort gesichert worden war. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher nutzen eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR), um die minimal vorhandenen DNA-Mengen zu vervielfältigen. Anschließend wurde von potenziellen Verdächtigen ein genetischer Fingerabdruck erstellt, wobei die unterschiedlichen DNA-Spuren mittels Gelelektrophorese sichtbar gemacht wurden. Da jeder Mensch – mit Ausnahme von eineiigen Zwillingen – ein einzigartiges DNA-Profil besitzt, ist dieses Verfahren äußerst präzise. Dies ermöglicht es in diesem Fall, Rückschlüsse auf eine mögliche Täterin oder einen möglichen Täter zu ziehen, indem das genetische Profil direkt mit der DNA-Probe der Verdächtigen abgeglichen wird.
Eine Kooperation mit dem biomedizinischen Institut der Universität Würzburg macht das Eintauchen in dieses wissenschaftliche Arbeiten von Biotechnologen möglich.
Darüber hinaus folgte eine ausführliche Debatte über verschiedene Aspekte der Gentechnik. Dabei wurden die Chancen hervorgehoben, wie etwa die Produktion lebensnotwendiger Medikamente, gezielte Therapien zur Behandlung von Erbkrankheiten oder der Einsatz von Mikroorganismen zur Herstellung von Enzymen und Vitaminen sowie zum Abbau von Schadstoffen. Demgegenüber standen jedoch die ökologischen Risiken: die unkontrollierte Verbreitung modifizierter Gene in der Umwelt, die Bildung von Resistenzen und ein potenzieller Verlust der biologischen Vielfalt. Zudem wurden soziale Abhängigkeiten thematisiert, die beispielsweise durch die Patentierung von Saatgut durch Agrarkonzerne entstehen könnten.
Ein erlebnisreicher Tag im gentechnischen Labor hat praxisnahe Einblicke mit einer intensiven Fachdiskussion verbunden.
Dr. Christina Oßwald














