Sammlung für Artenschutzprojekte
Das Rebhuhn ist der Vogel des Jahres 2026. Als neuer Botschafter der Vogelwelt macht das Rebhuhn auf das dramatische Artensterben in der europäischen Agrarlandschaft aufmerksam.
Offene Kulturlandschaften wie Wiesen, Felder, Brachen und Heckenstreifen sind wichtige Lebensräume für das Rebhuhn. In den letzten Jahrzehnten gingen die Bestände dramatisch zurück, deshalb gilt das Rebhuhn als stark gefährdet. Durch intensive, industrielle Landwirtschaft verschwinden zum Teil Wildkräuter, Insekten und schützende Hecken. Bodenbrüter finden weder ausreichend Nahrung für die Küken noch Schutz vor Fressfeinden. Das Rebhuhn steht stellvertretend für viele weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten der Feldflur.
Seit vielen Jahren beteiligt sich das Gymnasium Markbreit an der Sammelwoche des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern. Während dieser Woche sammelten in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe Geld für den Naturschutz. In diesem Jahr kamen bei uns wieder stolze 800,- € zusammen. Die Spendengelder fließen in den Artenschutz und Naturschutz vor Ort, in bayernweite Artenschutzprogramme und in die Umweltbildung.
Als Anerkennung für ihren Einsatz erhielten alle Beteiligten eine Fahrradklingel mit dem LBV-Symbol – ein praktisches Andenken an ihre erfolgreiche Aktion. Das hervorragende Ergebnis der 6. Klassen unterstreicht damit auch das Selbstverständnis als Umweltschule und als sozial wirksame Schule, die nachhaltiges Denken und Handeln fördert.
Der „Vogel des Jahres“ von 1971 bis heute in Bildern und Geschichten ist im Museum Malerwinkelhaus in Markbreit zu finden. Mit Spielen, interaktiven Stationen und vogelkomischen Geschichten können sowohl Erwachsene als auch Kinder in die faszinierende heimische Vogelwelt eintauchen und auf Entdeckungsreise gehen.
Dr. Christina Oßwald



