Umweltschule

Das Gymnasium Marktbreit erhielt im Schuljahr 2015/2016 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ mit zwei Sternen.

Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Umwelterziehung überreichte Umweltministerin Ulrike Scharf im Rahmen eines Festakts in Nürnberg dem Gymnasium Marktbreit in Form einer Urkunde und Flagge die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“.

Die bayerische Jury orientiert sich bei der Sichtung der Schulen und der Einordung nach drei Qualitätsstufen oder „Sternen“  an verschiedenen Kriterien.

Zu diesen zählen beispielsweise Eigenaktivität und Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler, aber auch fächerübergreifendes Lernen. Gleichzeitig wird großer Wert auf außerschulische Kooperationen gelegt.

Die Schule konnte zwei sehr unterschiedliche und unglaublich vielseitige Handlungsfelder geltend machen.
Handlungsfeld 1: „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“

Von besonderer Bedeutung für die Jury war die Beteiligung möglichst vieler Gruppen der Schulgemeinschaft, was im Rahmen dieses Handlungsfeldes in idealer Weise verwirklicht ist. Die Jahrgangsstufe 5 und 6 beteiligten sich an der  LBV- Vogelschutzsammlung zur Unterstützung bedrohter Biotope. Zusätzlich hatten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit mit dem Naturerlebniskoffer Agrarlandschaft eine Entdeckungsreise in das Reich des Feldhamsters zu unternehmen. Naturschutz vor Ort betrieben auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sieben, indem sie sich aktiv an der Sammelwoche des BUND Naturschutz in Bayern e. V. beteiligt haben. Die vielfältigen Aktivitäten rund um den die Schule umgebenden Naturraum konnten vor allem durch Einbezug außerschulischer Kontakte gewährleistet werden.

Andere Aktionen wurden vorwiegend durch die gute Kooperation der Schulgemeinschaft intern gestemmt: Beispielsweise Apfelkeltern, Herstellung von schuleigenem Honig, Organisation des „Gesunden Pausenbrots“ oder „Tour de Müll“ sind Projekte, die auf Nachhaltigkeit angelegt sind und absolut überzeugten.

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Handlungsfeld 2: „Solidarität und Mitverantwortung in der Einen Welt“

In vorbildlicher Art und Weise ermöglichte die Fachschaft Sport eine anhaltende und nachhaltige Einbindung der unbegleiteten Flüchtlinge. In die vielfältigen und regelmäßigen sportlichen Aktivitäten der Schule waren Jugendliche aus z.B. Somalia, Eritrea und Syrien über das Jahr immer wieder fest eingebunden. Im Rahmen eines P-Seminars wurden mit einem groß angelegten Spendenlauf finanzielle Mittel zur Unterstützung gesammelt. Begleitet wurde das Ganze von einem Theaterprojekt, das den Jugendlichen half, ihren zum Teil sehr traumatischen Fluchterlebnissen Ausdruck zu verleihen und so ein Stück weit zu verarbeiten.Dieses Engagement beeindruckte die Jury nachhaltig.

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So konnte sich das Gymnasium über diese Auszeichnung als „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule (USE/INA21)“ mit zwei von drei möglichen Sternen freuen.
Im laufenden Schuljahr will die Schule ihr Umweltbildungskonzept weiter ausbauen. Schwerpunkte in diesem Jahr bilden die Themen „Wasser“ sowie „Leben im Jahr 2030“.

 

Nachhaltige Umweltschule