Franken für Frankreich - französische Schüler bei uns zu Gast

Schon zum 26. Mal kamen französische Gastschüler an das Gymnasium Marktbreit. Auch in diesem Jahr erwarteten die französischen und deutschen Schüler den Austausch mit Spannung.

Zum problemfreien Ablauf trugen neben den beteiligten Lehrkräften wesentlich die Vertreter des Elternbeirats und vielen tatkräftige Eltern bei.

Langeweile kam in dieser Zeit gar nicht erst auf, weil ein abwechslungsreiches Programm durch die Woche führte. Zum einen konnten wir Bamberg bei einer Stadtrallye besser kennen lernen und zum anderen Höhenflüge im Hochseilgarten erleben. Das war für viele das Highlight im Programm überhaupt. Aber auch der Ausflug nach Würzburg war ein besonderes Ereignis. Schade war allerdings, dass die Informationen zur Festung sehr spärlich ausfielen. Der Besuch in der Residenz war für die Franzosen interessant, für viele von uns jedoch nicht besonders spannend, da wir die Führung schon kannten.

Damit sich alle besser kennen lernen konnten, fanden organisierte der Elternbeirat einige Treffen: Ein Frühstück, ein selbst zusammengestelltes Buffet in der alten BayWa in Marktbreit sowie ein Abschiedessen im „Bären“ in Ochsenfurt. Die Freizeitgestaltung war jedem Gastgeber selbst überlassen. Geiselwind, Kegeln, Schwimmbad, Kino, Shopping, Hauspartys, Freunde treffen, … - alles war vertreten.

Vormittags besuchten die französischen Schüler den Unterricht oder lernten Ochsenfurt und Marktbreit näher kennen. Zu unserer Verwunderung waren die Gäste über die Lockerheit der deutschen Lehrer sehr überrascht.

Eine wohl einmalige und auch nennenswerte Begebenheit war der Besuch des französischen Fernsehens. Der Sender France 3 Normandie begleitete die französische Gruppe beim Empfang im Ochsenfurter Rathaus und filmte schließlich zwei Gastschüler in ihren Familien. Weder die Franzosen noch die Deutschen wussten so recht, auf was sie sich eingelassen hatten, doch gemeistert haben es beide Seiten mit Bravour. Die Verständigung zwischen dem Fernsehteam und den Gastfamilien stellte sich als eine Herausforderung dar, weil das Team nur über mittelmäßige Deutsch- und Englischkenntnisse verfügte. Der Mix aus den drei Sprachen klang dann zwar wahrscheinlich etwas seltsam, aber trotzdem hat jeder am Ende den anderen verstanden.

Nach diesen anstrengenden Tagen mussten wir auch noch früh aufstehen, um am Tag der Abreise pünktlich um 6.00 Uhr am Mainparkplatz in Ochsenfurt zu sein, von wo aus der Bus nach Frankreich startete. Noch schnell ein Foto, noch eine letzte Umarmung, noch einmal winken – weg waren sie.

Wir können allen nachfolgenden Klassen nur empfehlen, am Austauschprogramm teilzunehmen, da dies einerseits eine durch nichts zu ersetzende Erfahrung ist, und andererseits auch der Spaßfaktor nicht zu unterschätzen ist.

Unser Dank gilt noch einmal all jenen, die den Austausch ermöglicht haben, und denen, die geholfen haben, ein so gelungenes Programm zu gestalten.

Magdalena Hetterich (9d) und Lisa Engel (9c)