Austausch 2005: Schüler vom Collège Prévert und dem Lycée Lebrun zu Gast bei uns

Voller Aufregung, Vorfreude, aber auch Unsicherheit warteten wir am Samstagabend vor der Schule auf den Bus aus Frankreich. Als er endlich ankam, suchten wir unsere Austauschpartner – die meisten hatten ein Photo geschickt – und starteten die ersten Anfreundungsversuche. Wie viele andere verstand ich mich auf Anhieb super mit meiner „corres“ und so waren anfängliche Ängste bald verflogen. Die Franzosen waren – verständlicherweise – von der langen Fahrt recht müde und wollten eigentlich ins Bett, was aber einige von uns Deutschen nicht davon abhielt, sie doch noch gleich mit auf eine Party zu schleppen!

Am Sonntag hatten wir dann Zeit uns besser kennen zu lernen. Das wunderbar sonnige Wetter war ideal für einen Ausflug und so machten einige eine Radtour, andere fuhren nach Rothenburg oder ins Freizeitland Geiselwind. Abends trafen wir uns dann gemeinsam mit unseren Eltern und den Lehrern in der ehemaligen BayWa in Marktbreit, wo wir bei einem leckeren Buffet erste Erfahrungen austauschen konnten.

Am Montag fing nach zwei Wochen Osterferien die Schule wieder an. Doch bevor wir uns in den Unterricht stürzten, trafen wir uns erst einmal zu einem gemütlichen, 1 ½-stündigen Frühstück in der Pausenhalle. Für den Rest des Schultages begleiteten unsere Franzosen uns in den Unterricht.

Am Dienstagmorgen starteten wir kurz nach 8 Uhr zu einem lustigen Ausflug nach Bamberg, wo wir uns zunächst auf eine spannende Stadtrallye begaben. Bevor wir dann mit dem Bus weiter zur „Teufelshöhle“ nach Pottenstein fuhren, konnten wir in Bamberg noch ein bisschen shoppen gehen (leider etwas zu kurz!!!). Nach der Führung durch die Teufelshöhle ging´s zur nahe gelegenen Sommerrodelbahn. Das war definitiv der Höhepunkt des Tages und ein Riesenspaß für alle!!!

Abends trafen sich einige noch zu einem DVD-Abend; eigentlich wollten wir uns die Filme auf Französisch mit deutschen Untertiteln anschauen, aber dann mussten wir zu unserem Erstaunen feststellen, dass nur auf ganz wenigen DVDs beide Sprachen verfügbar waren! „Exotische“ Sprachen wie Serbisch oder Kroatisch hingegen, wurden viel häufiger angeboten!

Am Mittwoch- und Donnerstagvormittag waren die Franzosen in Marktbreit bzw. Ochsenfurt unterwegs. In Ochsenfurt wurden sie nach der Besichtigung der Brauerei Oechsner von Herrn Bürgermeister Wesselowsky im Rathaus empfangen. Am Mittwochnachmittag war Kegeln angesagt. Auch da hatten wir viel Spaß. Am Donnerstagnachmittag konnte, wer Lust hatte, ins Nautiland.

Am Freitag war – auch für die Franzosen – wieder ganz normal Schule. In der sechsten Stunde wurden dann die Preise für die Stadtrallye in Bamberg verliehen. Warum wir da nicht dabei waren, war nicht so ganz logisch, aber auf jeden Fall sprach Herr Voit bei dieser Gelegenheit noch ein paar Abschiedsworte zu den Franzosen, denn das war schon der letzte Schultag in Deutschland für sie. Am Abend gingen einige von uns ins „Café Kairo“ nach Würzburg, wo eine Live-Band spielte, andere trafen sich einfach, um zu quatschen oder gingen Billiard- oder Kickerspielen.

Samstagmorgen! Eigentlich wollten wir alle nur ausschlafen! Aber um 9 Uhr ging es schon los, nach Würzburg! Nach einem Rundgang um die Festung begaben wir uns zur Residenz, wo eine Führung für uns gebucht war. Obwohl sie 1 ½ Stunden dauerte, empfanden wir sie nicht als langweilig, nein im Gegenteil, die meisten fanden sie sogar sehr interessant! Anschließend hatten wir sozusagen „Freilauf“! Die Mädels waren sowieso schon ganz heiß darauf, endlich shoppen gehen zu dürfen und die Jungs, ...na ja ... die mussten halt wohl oder übel mit :-)!

Am Abend war dann noch in Hohestadt und in Seinsheim eine große Fete; einige waren mit ihren Franzosen dort und hatten viel Spaß!

Am eigentlich letzten, vollen Tag konnte die Gastfamilie noch einmal etwas mit ihrem Franzosen gemeinsam unternehmen, oder auch einfach nur ausspannen! Am Abend kamen wir dann zu einer Art Abschiedsfeier in der Pizzeria Catania zusammen, wo uns ein Buffet mit italienischen Vorspeisen, Salaten, Pizzen und Nudelgerichten serviert wurde. Da kamen alle kulinarisch so richtig auf ihre Kosten!

Und dann kam der Montagmorgen! 5 Uhr – AUFSTEHEN!! Oh je, es war so schrecklich früh! Noch gar nicht richtig wach, packten wir alle Sachen zusammen und fuhren nach Ochsenfurt zum Mainparkplatz, wo der Bus schon auf die Franzosen wartete. Nun hieß es Abschied nehmen!!! Bei den Mädels blieb kaum ein Auge trocken, und bei den Jungs...? Na ja, geweint haben sie nicht, aber wir glauben, dass auch ihnen der Austausch sehr gut gefallen hat, und dass auch sie ein wenig traurig über die Heimreise der netten Gäste waren.

Nun blieb uns nichts anderes als „Au revoir und bis zum nächsten Jahr“ zu sagen, denn dann statten wir unseren lieben französischen Nachbarn ja den Gegenbesuch ab!

Zurück zur Homepage des Frankreichaustauschs