Vom Schaf zur Wolle

OGS-Kinder entdecken altes Handwerk neu

Etwas ungewohnt ist das Bild schon.

Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule am Gymnasium Marktbreit sitzen nicht am PC – sondern an einem traditionellen Holzspinnrad. Sie spinnen Rohwolle zu Garn. Beinahe wie im Märchen.

Mit Kopf und Hand den Veredelungsprozess des Rohstoffes Wolle erfahren – das hat Dipl. Sozialpädagogin Anne Bögelein den Kindern in der OGS bei einem Projekt ermöglicht, in dem es um ganzheitliches Lernen und die Wertschätzung der Natur und des Handwerks geht.

Mit Begeisterung und Ausdauer legten die Fünft- und Sechstklässler beim Waschen, Kämmen, Färben und Spinnen der Rohwolle Hand an und stellten dabei auch fest, wie aufwändig die Herstellung eines Wollknäuels ist.

In einem nächsten Schritt ging es um die Verarbeitung der Wolle. Es entstanden österliche Filzarbeiten, kleine Decken und selbstgenähte Taschen.

Doch welche Wolle eignet sich denn nun am besten für die Verarbeitung zu Socken oder Pullover und wie werden Schafe denn eigentlich geschoren? Das und noch einiges mehr sollen die Kinder am Ende des Projekts bei einem Besuch eines echten Schäfers erfahren, der ihnen seine Arbeit mit den Tieren vorstellen wird.

Anne Bögelein und Monika Rahner