Innovationspotentiale am Gymnasium

„Innovationspotentiale am Gymnasium“ hieß der Vortrag von Herrn Dr. Matthias Erhardt von der Fakultät für Humanwissenschaften, Lehrstuhl für Schulpädagogik der Julius-Maximilians-Universität für das Lehrerkollegium des Gymnasium Marktbreit im Rahmen des „Pädagogischen Tages“.

Herr Dr. Erhardt skizzierte für die Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasium Marktbreit die Heterogenität bei Schülerinnen und Schülern beispielsweise anhand der Lesekompetenz je nach Bildungsgang von der Hauptschule bis zum Gymnasium. Die Abiturquote ist von 1985 mit 15% über 2001 mit 19% auf 31% in 2014 gestiegen. Bedingt durch den demografischen Wandel steigt die Aufnahmebereitschaft an Gymnasien sowie die Haltebereitschaft an Gymnasien und Realschulen, wobei die Versagerquoten an Realschulen und Gymnasien sinken. Er kommt zu dem abschließenden Gedanken, dass ein neues Klientel mit höherem Förderbedarf das Gymnasium besucht. Der Umgang mit dieser Heterogenität bietet Chancen, da Verschiedenheit bereits nach dem Humboldtschen Bildungsbegriff Voraussetzung für Bildungsprozesse ist. Heterogenität befördert Humanität und Mitmenschlichkeit. Alle profitieren von unterrichtlichen Differenzierungsmaßnahmen, es könnte zu breiter gefächerten Angeboten beispielsweise im musischen und sportlichen Bereich im Vergleich zu den ausschließlich kognitiven Fächern kommen. Ein besserer Umgang mit Förderbedarf ergibt sich auch aufgrund eines positiven sozialen Umfeldes und Schulklimas.

Christiane Lehrieder