„Ein Leuchten wie Silber und Gold“:
Weihnachtskonzert des Gymnasiums Marktbreit

Am 18.12.2014 fand unter der Gesamtleitung von Martin Burkard das Weihnachtskonzert des Gymnasiums Marktbreit in der Marktbreiter St.-Nikolai-Kirche statt.

Festlich und klassisch zugleich begann das Konzert in der weihnachtlich erleuchteten Kirche, als das Blechbläser-Ensemble Händels berühmtes „Tochter Zion“ erklingen ließ und die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Kirchenraum feierlich auf die musikalische Weihnachtsreise, die nun folgen sollte, vorbereitete.

Die Schülerinnen und Schüler führten ihr Publikum unter der Leitung der beiden Musiklehrer Martin Burkard und Timo Dusel durch weihnachtliche Weisen aus vier Jahrhunderten und aus den unterschiedlichsten Ländern.

Und so ging es nach Georg Friedrich Händel gleich modern weiter, die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufenband zeigten mit ihrem Arrangement des Liedes „All I want for Christmas“ von Mariah Carey eine selbstbewusste und schmissig-freche Umsetzung dieses ins Ohr gehenden Popsongs.

Gelungen war auch die Darbietung des Unterstufenchors, also der jüngsten Musiker dieses Abends. Die 26 Sängerinnen und Sänger zeigten mit ihren zwei Liedern, dass auch sie schon eine sehr große Bandbreite an musikalischer Ausdruckskraft besitzen. Feierlich jubelnd ließen sie mit ihren hellen Stimmen zunächst das afroamerikanische Traditional „Go, tell it on the mountain“ erklingen, um dann ihr zweites Lied, einen traditionellen Weihnachtswunsch, in der ihr gebührenden ernsten und ruhigen Art darzubringen. „Wir wünschen euch in dieser Zeit“, so heißt es in diesem Stück „ein Lied in jedem Haus, das in euch selbst erklingen soll und in die Welt hinaus.“

Das Kammer-Ensemble zeigte sein Können in einer gelungenen Mischung aus Holz- und Blechbläsern. Leise und meditativ begannen die Musiker den berühmten „Kanon in D“ von Johann Pachelbel, ließen ihn dann Schritt für Schritt ins Feierlich-Getragene anschwellen, um ihn schließlich wieder präzise in sanftem Piano ausklingen zu lassen.

Sehr gekonnt und professionell spielten auch die Solisten des diesjährigen Konzerts. Christopher Tellinger präsentierte auf der Trompete den von Hugh Martin und Ralph Blane komponierten Song „Have yourself a merry little Christmas“ in gekonntem Jazz-Solo; getragen und doch zugleich pointiert spielte Phillipp Stastetter die „Melancholy Reflections“ des Jazz-Pianisten Mike Schonmehl. Lieblich und spielerisch leicht bot Jonathan Grimm Das Allegro aus der Violinsonate a-moll von Antonio Vivaldi dar. Gabriel Wagner (Kornett) und Judith Langer (Alt-Saxophon) ließen feierlich und getragen Stücke von Johan Sebastian Bach von der Orgelempore erklingen und Anne Wiesmann spielte mit Präzision und Können den Blumenwalzer aus Tschaikowskys Nussknacker auf der Harfe.

Der letzte Teil des Konzerts wurde von den unterschiedlichen Vokal-Ensembles des Gymnasiums Marktbreit gestaltet. Mal begleitet von der Organistin Anges von Grothuß, mal begleitet von der Harfe oder den Bläsern, zeigten das Vokalensemble der Oberstufe und der Große Chor ihr Können. Sie boten unter anderem John Rutters „Nativity Carol“ und das Kyrie aus Rheinbergers Messe „In Nativitate Domini“ dar und bewiesen bei diesen anspruchsvollen Stücken ihre Sicherheit in der Intonation. Die jungen Sängerinnen und Sänger sangen zärtlich und leise, getragen und meditativ, jubilierend und jauchzend von dem Wunder der Weihnachtsnacht und von den Hoffnungen der Menschen, die daran glauben. Der Schulleiter Toni Gernert betonte in seinem Schlusswort zum Konzert, dass das musikalische Leben am Gymnasium Marktbreit neu erblüht und dankte Martin Burkard für die erfolgreichen Bemühungen diesbezüglich.

Am Ende des Konzerts musizierten alle noch einmal gemeinsam: der Große Chor, der Unterstufenchor, die Orgel, das Blechbläser-Ensemble und auch die Besuchter intonierten zusammen das Schlusslied „Hört, der Engel helle Lieder“.

Und so trugen alle Interpreten mit ihrem Können und ihrem Engagement dazu bei, dass an diesem Abend wahr wurde, was der Unterstufenchor in seinem Weihnachtswunsch gesungen hatte: Lieder, die im Innern der Zuschauer erklangen, und ein musikalisches „Leuchten von Silber und Gold“, das die Zuschauer mit hinaus in den vorweihnachtlichen Abend tragen konnten.

Katja Schulte-Bockholt
Bilder: Rüdiger Horn

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