Ebola – wie groß ist die Gefahr?

Diese Frage beschäftigt auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Marktbreit.

Um Infektionskrankheiten und deren Übertragungswegen auf den Grund zu gehen, besuchten im Oktober beziehungsweise November die Zehntklässler einen Tag lang das Virchowlab, das Schülerlabor am Institut für experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg.

Ausgestattet mit Kitteln und Schutzbrillen konnten unsere Schülerinnen und Schüler mittels eines fluoreszierenden Farbstoffes eigens feststellen, wie leicht durch Händeschütteln Krankheitserreger übertragen werden, und wie schwierig es ist, diese mit gründlichem Händewaschen zu entfernen. Unterstützt durch Frau Zirkel, Herrn Reinhard oder Herrn Schmidt konnten die Nachwuchsforscher mit Laborgeräten und deren Handhabung vertraut gemacht werden und durch selbstständiges Experimentieren nachvollziehen, wie schnell sich Infektionen ausbreiten.

Gerade die aktuelle Problematik der weltweiten Seuchengefahr durch das Ebola-Virus macht diese Thematik besonders interessant. Die demonstrierte schnelle Übertragung von Krankheitserregern und die hohe Bevölkerungsdichte in Deutschland lassen zunächst die Gefahr einer epidemischen Ausbreitung hoch erscheinen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Ebola-Epidemie hierzulande nach Aussagen des biomedizinischen Instituts sehr gering. Die medizinische Versorgung in Deutschland ist sehr engmaschig und auf einem hohen technischen Level, sodass eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus als absolut unwahrscheinlich eingestuft werden kann.

Die Beschäftigung mit Infektionskrankheiten und deren Ausbreitung half den Schülerinnen und Schülern Missverständnisse auszuräumen und zum Teil durch Medienberichte erzeugte Ängste zu versachlichen. Zusätzlich unterstützt dieses Praktikum in idealer Weise die naturwissenschaftliche Ausbildung am Gymnasium Marktbreit. Ausgestattet mit modernen wissenschaftlichen Geräten und betreut durch Mitarbeiter des Instituts erhielten die begeisterten und interessierten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten einen Einblick in die moderne Forschungsarbeit.

Dr. Christina Oßwald und Thomas Schmidt

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