Florian Corell gewinnt Forschungspraktikum bei Jugend forscht

Beim Jugend-forscht-Landeswettbewerb 2013 in Straubing hatte Florian Corell für seine „Teilchenfalle nach Paul“ ein Forschungspraktikum beim DLR in Oberpfaffenhofen gewonnen. Schon über diesen Preis war die Freude riesig, war dies doch genau das, was Florian schon lange interessierte. Was Florian damals allerdings nicht ahnen konnte war, was dieser Preis letztendlich tatsächlich werden sollte.

Zu Beginn dieses Schuljahres wurde klar, dass aus dem Aufenthalt beim DLR in Oberpfaffenhofen nun ein einwöchiges Forschungspraktikum auf Esrange (European Space and Sounding Rocket Range) bei Kiruna in Nordschweden werden würde. Das „toppte“ den Aufenthalt in Oberpfaffenhofen natürlich bei weitem.

Nach einem Einführungstag beim DLR, bei dem Florian und Patrick Halboth (der zweite Gewinner dieses Forschungspraktikums) Einblicke in die Robotik-Abteilung, in den Flugzeughangar, in die Kontrollstation des deutschen ISS-Moduls und in die Raketenfertigung erhielten, ging es vom 5. bis zum 13. Oktober 2013 zur Esrange. Hier verfolgten beide die BEXUS 16/17-Kampagne, bei der Studenten aus ganz Europa Experimente in der Stratosphäre durchführten.

Nach einer Besichtigung Stockholms wurden beide Schüler in Kiruna von Mitarbeitern des DLR am Flughafen abgeholt und durften Kiruna kurz in Augenschein nehmen. Anschließend wurden sie in die geltenden Sicherheitsvorschriften eingewiesen. In den Folgetagen konnten beide zwei BEXUS-Forschungsballonstarts aktiv mitgestalten, an den dazugehörigen Besprechungen und Auswertungen teilnehmen und sich mit Studenten aus Deutschland, Italien, Spanien, Schottland und Ungarn über die Experimente austauschen. Zusätzlich besuchten sie zusammen mit einem Raketenexperten den Raketenfriedhof auf Esrange, der dort ausgebrannte Raketenmotoren untersuchte.

Doch auch die „touristischen Highlights“ kamen nicht zu kurz. Bei einem Ausflug nach Narvik konnte Florian Rebhühner und Rentiere in freier Wildbahn direkt neben der Straße erleben. Auch das völlig andere Landschaftsbild mit Birken, Kiefern, Moorlichtungen und steilen Felsengebirgen sowie der Fjord in Narvik beeindruckten ihn sehr.

Unvergesslich bleiben Florian sicher die überwältigenden Naturschauspiele am Nachthimmel im Gedächtnis: die Dynamik Polarlichter, Sternschnuppen im Drei-Minuten-Takt und eine unvergleichlich kräftig sichtbare Milchstraße.

Mit diesen Erinnerungen im Gepäck kehrte Florian nach Deutschland zurück und saß schon am nächsten Tag wieder in der Schulbank. Die Tage in Schweden waren für ihn ein so herausragendes Erlebnis, das sie all die Mühe und Arbeit, die er in sein Jugend-forscht-Projekt investiert hatte, voll und ganz ausgeglichen haben.

Alexandra Graf