Konzept Schüler für Schüler ein voller Erfolg

Ein Abend zum Thema „Der unbekannte Weltkrieg“ lockte zahlreiche Schülerinnen und Schüler in die Mensa des Gymnasiums Marktbreit. Die Veranstaltung war von Gymnasiasten der elften Klassen vorbereitet worden. Aus Anlass des 100. Jahrestages des Kriegsausbruchs wollten die Schülerinnen und Schüler weniger bekannte Themen der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts aufarbeiten und kurzweilig darstellen.

Die Oberstufenschüler setzten sich mit der deutschen Kolonialgeschichte (Florian Corell, Lukas Frieß), dem Ersten Weltkrieg im Spiegel der Karikaturen (Andrea Betschler, Johanna Lang), dem militärischen Sanitätsdienst (Luisa Preu, Antonia Schmitt) und dem Völkermord an den Armeniern (Kübra Degirmenci, Nina Hemmkepler, Isabell Kuhn und Theresa Schulze) auseinander.

Das Ziel der Veranstaltung war es jedoch nicht nur, geschichtsinteressierte Schülerinnen und Schüler zu informieren, sondern den Oberstufenschülern eine Möglichkeit zu geben, vor einem größeren Auditorium zu sprechen und dadurch wertvolle Erfahrungen für die eigene Präsentationskompetenz zu entwickeln, betonen die Kursleiter der elften Klassen, die den Vortragsabend anregten. Die Fachlehrer Herr Dr. Roland Kofer, Herr Arno Richter und Frau Maria Stegmann hatten dabei das pädagogische Konzept „Schüler für Schüler“ im Hinterkopf. „Es ist nämlich erstaunlich, wie Aufmerksamkeit und Interesse der jugendlichen Zuhörer steigen, wenn da vorne auf einmal nicht Lehrer, sondern Gleichaltrige oder ältere Mitschüler stehen und geschichtliche Zusammenhänge erklären“, so die Geschichtslehrer.

Der Schülervortragsabend beschloss eine kleine Vortragsreihe. Der Universitätsprofessor Dr. Matthias Stickler aus Würzburg hatte zuvor den Weg in den Ersten Weltkrieg aufgezeigt.

Maria Stegmann