Lateinwettbewerb am Gymnasium Marktbreit

Fußball und die Schicksalsmacht

Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt! diese Reaktionen der weltbesten Fußballspieler nach Sieg bzw. Niederlage bewegten in den vergangenen Monaten die Menschen.

Ausgehend von den eindrucksvollen Bildern strahlender Sieger und leidender Verlierer bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien griff der Text des diesjährigen Certamen felicium – des Wettbewerbs zum Abschluss der grammatikalischen Grundausbildung in der 8. Jahrgangsstufe – eine oft behandelte Thematik der antiken Literatur auf: Die Macht des Schicksals über menschliches Handeln.

Schon bekannte römische Schriftsteller wie Seneca oder Horaz beschäftigten sich in ihren philosophischen Betrachtungen mit dem menschlichen Gefühlsleben und gaben Lebenstipps zur Bewältigung verschiedenster Lebenssituationen. Ziel sei es, die innere Ruhe und Zufriedenheit stets zu bewahren.

Mit der Horaz'schen Aufforderung, im Unglück nicht zu verzweifeln und im Glück nicht überheblich zu werden, eine Maxime, die nicht nur für die Fußballspieler gelten soll, schloss der umfangreiche Übersetzungstext.

Fortes fortuna iuvat, auch diese lateinische Lebensweisheit behielt mit Blick auf die Sieger des Wettbewerbs ihre Gültigkeit: Durch großen Leistungswilllen in den ersten drei Lateinjahren erreichten sie überaus solide Grundkenntnisse, die sie bei der Übersetzung eindrucksvoll nachwiesen. Geehrt und von OStD Gernert beschenkt mit Urkunden und Buchpreisen – gestiftet vom Förderverein des Gymnasiums – wurden folgende Schüler/in:

1 Sieger: Marco Jörg (8b), 2. Siegerin: Stefanie Herbst (8d), ebenfalls 2. Sieger: Jakob Hennermann (8b), 3. Sieger: Jonathan Grimm (8d).

Josef Nusko