Inklusion am Gymnasium

Gemeinsames Projekt der Schulzirkusgruppe mit dem Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg

Bereits zum zweiten Mal arbeitet die Zirkusgruppe in einem gemeinsamen Projekt mit dem Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg zusammen. Von beiden Seiten bestand der Wunsch, die im vergangenen Jahr begonnene Zusammenarbeit weiterzuführen.

Sechs „alte Hasen“ und acht „neue Zirkuskinder“ kommen seit 4 Wochen vom Heuchelhof zu uns ans Gymnasium, um gemeinsam mit 30 Zirkuskindern des „Schulzirkus Gymnelli“ zu trainieren. Dabei wird ein großer Teil der Zirkuskünste ausprobiert: Man sieht Tellerdreher und Diabolospieler, es fliegen Devil-Sticks, Bälle und Tücher, Einräder und Pedalos fahren durch die Halle, von oben hängt jemand am Trapez, auf jeder Matte werden partnerakrobatische Übungen trainiert und aus einer Ecke klingt erstaunlich sicher eine Percussiongruppe, die dabei alle möglichen Körperteile einsetzt. Das Zusammenbasteln von Menschenpyramiden, in denen die verschiedenen Stärken und Schwächen der einzelnen Teilnehmer ausprobiert und eingebaut werden, macht wohl am meisten Spaß, denn aus vielen kleinen einzelnen Bausteinen wird am Ende etwas richtig Großes. Die „Betreuer“ aus der Zirkusgruppe (Es sind alle Altersklassen von Klasse 7 bis 12 vertreten!) finden bei allen Disziplinen mit viel Einfühlungsvermögen und Geschick für Jeden eine Möglichkeit, etwas dazu zu lernen. Dass dabei der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, zeigen die vielen lachenden Gesichter aller Teilnehmer. Besonders bei den Aufwärmübungen werden Gastgeber und Gäste bunt gemischt, ob beim Tauziehen, bei verschiedenen Vertrauensübungen oder Staffeln.

Wenn es dann am 1. Dezember um 11 Uhr im Körperbehindertenzentrum auf dem Heuchelhof in Würzburg heißt: „Manege frei – Märchenstunde mit dem Weihnachtszirkus!“, dann kann jeder Interessierte sich gerne davon überzeugen, was dabei herauskommt, wenn Jugendliche mit verschiedensten Fähigkeiten und Handicaps unvoreingenommen und ohne jegliche Berührungsängste miteinander etwas auf die Beine stellen. Denn das verstehen wir im „Schulzirkus Gymnelli“ unter echter Inklusion: Jeder kann vom Anderen etwas lernen.

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Barbara Clobes