Teilchenphysik am Gymnasium Marktbreit

Die Schülerinnen und Schüler der Physikkurse der 11. und 12. Jahrgangsstufe am Gymnasium Marktbreit durften kurz vor den Weihnachtsferien noch einen besonderen Gast an ihrer Schule in ihrer Schule begrüßen.

Auf Einladung von Frau Alexandra Graf war Herr Prof. Dr. Trefzger von der Universität Würzburg nach Marktbreit gekommen, um einen Vortrag über Teilchenphysik zu halten, in dem natürlich auch das Higgs-Teilchen nicht fehlen durfte. Als Mitarbeiter am Forschungsinstitut CERN bei Genf war er am Nachweis des Higgs-Teilchens beteiligt, das in diesem Jahr die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf sich gezogen hat.

Zunächst erläuterte er den Schülerinnen und Schülern anschaulich die Funktionsweise des LHC (Large Hadron Collider) und verglich die Energie, die hier beim Zusammenstoß von Protonenstrahlen im Beschleuniger entsteht mit 240 Elefanten, die sich frontal auf Kollisionskurs bewegen. Bei diesen Zusammenstößen entstehen neue Teilchen, die den Forschern einen Blick in die Vorgänge nach dem Urknall (Big Bang) ermöglichen sollen.

Prof. Dr. Trefzger wies darauf hin, dass der LHC der leerste Raum im Sonnensystem und der kälteste Raum im Universum (T = -271C) ist. Er stellte das Standardmodell der Teilchenphysik und die Quarks vor und ging dann auf die verschiedenen Formen der Wechselwirkung ein. Im Bereich der Teilchenphysik geht es weiter darum, Fragen wie „Woher haben Teilchen ihre Masse?“, „Was ist Dunkle Materie?“ oder „Warum gibt es so viel mehr Materie als Antimaterie?“ auf den Grund zu gehen.

Er stellte den Bezug dieser Grundlagenforschung zum Alltag der Schülerinnen und Schüler dar: Das World Wide Web wurde am CERN erfunden, die PET (Positron-Emissions-Tomografie) aus dem Bereich der Medizin und die Tumortherapie mit Hadronen sind erst durch die Forschungen am CERN möglich gemacht worden.

Abschließend ging Prof. Dr. Trefzger auf die Fragen interessierter Schülerinnen und Schüler ein, die dann Antworten z.B. auf Fragen nach dem Energieverbrauch dieses Forschungsinstituts erhielten und den Gast nach dem sehr informativen Vortrag mit Applaus verabschiedeten.

Alexandra Graf

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