Projekttage am Gymnasium Marktbreit: Die Römer in Bayern

Am Ende des Schuljahres wächst die Vorfreude der Schülerinnen und Schüler auf die anstehenden Sommerferien von Tag zu Tag. Ein Ortswechsel in dieser Endphase kann da für etwas Entspannung sorgen, besonders sinnvoll erweist er sich, wenn Ausflugsfreude mit Lehrreichem verbunden wird. So versetzten die Fachschaften Latein und Geschichte die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe durch besondere Aktionen in die Zeit der römischen Antike.

Am ersten Projekttag stand eine Fahrt nach Ruffenhofen in den Römerpark auf dem Programm. Im dortigen Limeseum erfuhren die Teilnehmer Interessantes und Wissenswertes rund um den Limes, um das Leben der Römer im dortigen Kastell und die Beziehungen der Kastellbewohner zur einheimischen Bevölkerung. Bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände konnte ein imposanter Eindruck von Art und Ausmaß des gesamten Römerlagers gewonnen werden.

Der zweite Projekttag stand unter dem Motto „Römer vor Ort“, nämlich Römer in Marktbreit. Die Schülergruppen lernten im Wechsel das Römerlager auf dem Kapellenberg und die wissenschaftlichen Ausführungen dazu im Museum Malerwinkelhaus in Marktbreit kennen. Im Römerkabinett des Museums konnten sie darüber hinaus zum Beispiel selbst Hand an einen Mühlstein anlegen und somit erfahren, wie mühsam es für die römischen Soldaten war, nach anstrengenden Märschen und dem kräftezehrenden Errichten eines Nachtlagers ihre Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Auch die Schwere eines Legionärshelmes hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern. Römische Brettspiele ganz liebevoll erklärt und aufbereitet von der Museumsleiterin PD Dr. phil. habil. Simone Michel - von Dungern rundeten zwei Projekttage auf gelungene Weise ab, so dass tatsächlich Lehrreiches mit entspannter Ausflugsfreude verbunden werden konnte.

Stefan Schurz