Nano macht neugierig

Oberflächen, an denen kein Schmutz haften bleibt. Socken, die nie stinken. Unzerbrechliche Tennisschläger. All das ist keine Zukunftsmusik, das gibt es bereits. Hinter diesen Entwicklungen steckt Nanotechnologie. Nanotechnologie gilt als die Zukunftstechnologie schlechthin, in der viele Chancen stecken – etwa für neue medizinische Anwendungen, für den Umweltschutz, für ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Energiekonzepte –, die aber auch Risiken birgt.

Der Nano-Shuttle der Initiative junge Forscherinnen und Forscher e.V. führte die Schüler und Schülerinnen in dieses Thema ein und stellte Nano-Experimentiermaterialien zum Kennenlernen zur Verfügung. In kleinen Gruppen testeten die Gymnasiasten Lösungsverhalten und wasserabweisende Effekte von Beschichtungen oder untersuchten mit Hilfe von Laserlicht den Einfluss von Schwebeteilchen in einer Lösung. Wie wichtig feine Strukturen sind, erlebten die Schüler selbst beim Falten eines Papierschiffs mit unterschiedlichen Handschuhen.

Außerdem erhielten die Schüler anhand des von den Mitarbeitern der IjF mitgebrachten Rasterkraftmikrokops einen Einblick in die Arbeit in einem modernen Labor. Das hochauflösende Mikroskop, das auf einem Spezialtisch, der Vibrationen der Umgebung ausschaltet, aufgebaut war, faszinierte die Schüler sehr. Das Team aus Wissenschaftlern (Herr Sorge, Frau Bartsch und Herr Langer) stand mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Abschluss gab es für die Schüler die Möglichkeit, sich über Ausbildungs- und Studienwege zur Nanotechnologie und anderen technischen Fächern zu informieren. Melanie Korbmann von der Firma Knauf Gips KG informierte über Bildungs- und Berufsmöglichkeiten in diesem Bereich.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Schüler von dem Besuch des Nano-Shuttles profitieren konnten, und hoffen auf einen weiteren Besuch im nächsten Jahr.

Christiane Lehrieder und Dr. Christina Oßwald

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