Medientage am Gymnasium Marktbreit

Kurz vor den Winterferien fand am Gymnasium Marktbreit ein zweitägiges Medienprojekt für die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen statt. Unter der Gesamtorganisation der Lehrer Markus Jagusch und Dr. Doris Behrendt beschäftigten sich alle vier siebten Klassen in unterschiedlichen Gruppierungen und Workshops damit, wie man Medien sinnvoll nutzen kann, was dabei an rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten ist und welche Fallen in der multimedialen Welt auf den einzelnen Mediennutzer lauern.

Den Schülerinnen und Schülern wurde ein breit gefächertes Programm geboten. So kam als Gastdozentin Heike Ott, Inspektorin der Polizeiinspektion Kitzingen an das Gymnasium, um über rechtliche Fragen im Internet aufzuklären. Vielen Schülerinnen und Schülern war zuvor gar nicht bewusst, welche Regeln etwa beim Herunterladen von Bildern, Programmen oder Videos beachtet werden müssen.

Großes Interesse brachten die Siebtklässer auch dem Modul, das sich mit dem Social Network „Facebook“ beschäftigte, entgegen. Unter der Leitung von Annette Oechsner findet zu diesem Thema gerade ein P-Seminar am Gymnasium statt, sodass hier ältere und erfahrene Schüler ihren jüngeren Mitschülern wichtige Informationen und Hinweise vermitteln konnten. So klärten die Elftklässer z. B. darüber auf, welche Sicherheitseinstellungen jeder Einzelne vornehmen kann, um sich und seine Persönlichkeitsrechte zu schützen. Dass hier Schüler von Schülern lernen, war sicherlich an diesem Projekt pädagogisch besonders wertvoll: Teilweise kennen sich die siebzehnjährigen Oberstufenschüler besser im Internet aus als die Lehrer und außerdem erfahren warnende Hinweise bei den jüngeren Schülern möglicherweise eine höhere Akzeptanz, wenn sie aus den Reihen der älteren Mitschüler kommen.

Viele Teilprojekte beschäftigten sich auch mit technischen oder praktischen Fragen: Welche Bandbreite und Größe gibt es bei Dateien? Was ist beim Schreiben von E-Mails zu beachten? Wie kann man Youtube auch zum Lernen nutzen?

Die Schüler wurden an vielen Stellen auch selbst aktiv. So analysierten sie Werbetexte in Bezug auf ihre offenen und verdeckten Botschaften oder stellten in szenischem Spiel Passagen eines Jugendbuchs nach, in dem es darum geht, dass ein Computerspiel, in dem alle Erwachsenen verschwunden sind, in die Realität übergeht.

Insgesamt waren es zwei gelungene und lehrreiche Tage für die Schülerinnen und Schüler, in denen sie sich konzentriert mit dem Thema Medien beschäftigten, und das in einem Alter, in dem ihre Mediengewohnheiten noch nicht so gefestigt sind.

Katja Schulte-Bockholt

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