Jugend forscht: Zwei Regionalsieger vom Gymnasium Marktbreit

Mit sehr großem Erfolg war das Gymnasium Marktbreit beim diesjährigen Regionalwettbewerb am 21./22.02.2013 in Oberelsbach dabei. Durch die Preisverleihung in der Elstalhalle führte am Freitagnachmittag Jürgen Gläser vom Bayerischen Rundfunk. Der Wettbewerb wird seit 1975 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

111 Schülerinnen und Schüler aus ganz Unterfranken stellten sich der Konkurrenz in den 7 Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- / Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik. Damit war die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Regionalwettbewerb vom Vorjahr noch einmal um 10% gestiegen. Marktbreit war mit 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in 5 Fachbereichen vertreten und belegte mit 11 eingereichten Projekten im Vergleich aller unterfränkischen Schulen den zweiten Platz.

Die Konkurrenz in Physik und Technik war auch in diesem Jahr wieder außergewöhnlich groß, denn fast die Hälfte aller Regionalwettbewerbsteilnehmer trat in diesen beiden Fachbereichen an. Die Jungforscherinnen und Jungforscher des Gymnasiums Marktbreit stellten sich dieser Herausforderung und ihre erzielten Erfolge sind beachtlich.

Franziska Hippeli (Q12) trat mit ihrer Seminararbeit „Das akute Winkelblockglaukom“ im Bereich Arbeitswelt an. Tina Bittel (Q12) untersuchte in ihrer Arbeit aus dem Bereich Biologie die Mülltrennung in Deutschland, speziell im Landkreis Neustadt an der Aisch. Jessica Endres (Q12) befasste sich mit der alternativen Korrektionsbrille „Focusspec“ und vertrat die Schule damit im Bereich Technik.

Maximilian Roe (6a) hatte im Wahlkurs „Jugend forscht Physik / Technik“ ein Activity Light entwickelt, das Fußgänger oder Sportler bei Dunkelheit durch Induktion umweltfreundlich – also ganz ohne Batterie – für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbar macht. Simon Fuhl (6a) konstruierte im Wahlkurs eine Diabeteswaage, die es z.B. Diabetikern ermöglicht während des Essens unauffällig zu prüfen, ob man noch nachlegen darf. Beide traten mit ihren Projekten im Fachbereich Technik (Schüler experimentieren) an.

Einen Geldsonderpreis erhielt Lisa Bischoff (Q12), die sich in ihrer Seminararbeit mit den Arbeitsschritten und auch der Ökonomie beim Papierrecycling befasst hatte und damit die Biologie-Jury von Jugend forscht auch im Hinblick auf nachwachsende Rohstoffe überzeugen konnte. Das Projekt „Vitamin C und seine Bedeutung für den Menschen“ von Tim Schneider (Q12) wurde von der Chemie-Jury mit einem Sonderpreis in Form eines Abos der Fachzeitschrift „Bild der Wissenschaft“ gewürdigt. Jessica Mantel und Michael Düll (beide 7d) hatten im Wahlkurs „Roboter“ den SOSO entwickelt. Sie vertraten das Gymnasium damit im Bereich Technik (Schüler experimentieren) und bekamen für ihre computergesteuerte Maschine, die z.B. sehbehinderten Menschen das Sockensortieren abnimmt, einen Buchsonderpreis verliehen.

Außerordentlich erfolgreich waren Tobias Hoyer (Q12), Florian Corell (10a) und Florian Schwegler (7c). Tobias Hoyer baute während seines Physik-W-Seminars unter Betreuung von Herrn Walter Graf mit Baumarktartikeln einen mit Hochspannung betriebenen, funktionstüchtigen Stickstofflaser. Seine Vorgehensweise und die mit dem Laser durchgeführten Experimente überzeugten die Jury so, dass sich Tobias über den 2. Platz im Bereich „Jugend forscht / Physik“ freuen durfte.

Nicht weniger groß war die Freude bei Florian Corell und Florian Schwegler, die ihre Projekte im Wahlkurs „Jugend forscht Physik / Technik“ unter der Betreuung von Frau Alexandra Graf entwickelt hatten. Florian Corell (10a) vertrat mit seiner Arbeit „Experimente mit einer selbst gebauten Teilchenfalle“ das Gymnasium Marktbreit im Fachbereich „Jugend forscht/ Physik“. Er hat eine mit Hochspannung betriebene Teilchenfalle nach dem Paul-Prinzip konstruiert, bei der in einem Quadrupolfeld Bärlapp-, Stärke-, Mehl- oder auch Zimt-Teilchen berührungsfrei in der Schwebe gehalten und z.B. ihre stringähnlichen Bahnen im elektrischen Wechselfeld untersucht werden können. Die kleinen Teilchen werden dabei durch das Streulicht eines über Spiegel einfallenden Laserstrahls sichtbar gemacht. Florian Corell präsentierte sein Projekt der Jugend-forscht-Jury so überzeugend, dass diese seine Arbeit mit dem 1. Platz auszeichnete, was ihn für den Landeswettbewerb in Straubing im April qualifizierte.

Genauso stolz durfte Florian Schwegler (7c) sein. Sein WUVS (Wildunfallvermeidungsscheinwerfer) war gedanklich bei nächtlichen Autofahrten auf Landstraßen entstanden. Die dabei immer wieder auftretenden Wildunfälle ließen ihm keine Ruhe und er entwickelte einen Autoscheinwerfer, der von der Seite herannahendes Wild sehr viel früher erfasst und zusätzlich durch die speziell gewählte blaue Lichtfarbe abschreckt und es so im Idealfall zum Umkehren bringt. Die Juroren würdigten seinen in Zusammenarbeit mit dem TÜV entwickelten Autoscheinwerfer und zeichneten Florian Schwegler mit dem 1. Platz im Fachbereich „Schüler experimentieren / Technik“ aus. Zusätzlich erhielt er noch einen Geldpreis in Höhe von 250€ vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Florian wird nun das Gymnasium Marktbreit mit seinem Projekt (wieder) beim Landeswettbewerb in Dingolfing vertreten.

Außerordentlich erfolgreich war demnach der diesjährige Regionalwettbewerb in Oberelsbach, denn zusätzlich wurde der Schule noch ein Sonderpreis der Region Mainfranken GmbH für ihr besonders großes Engagement im Bereich „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ zugesprochen.

Alexandra Graf

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