Best of Grimms

Kurz vor den Herbstferien führte die Schulspielgruppe 1 des Gymnasiums Marktbreit die wilde Märchenkomödie „Best of Grimms“ auf. 22 Schülerinnen und Schüler hatten unter der Leitung von Katja Schulte-Bockholt während des letzten Schuljahres geprobt, um dieses Theaterstück von Beate Rüter auf die Bühne zu bringen. Dankenswerterweise hat die Stadt Marktbreit dafür ihre Lagerhalle zur Verfügung gestellt, die der Aufführung einen schönen Rahmen bot.

Die witzig-schräge Handlung der Komödie spielt in der Gegenwart: Die Gebrüder Grimm mieten sich eine provisorische Bühne, um ein „Best-of“ all ihrer Märchen aufzuführen. Allerdings haben sie nur ein recht kleines Budget für diese Unternehmung, und so entschließen sie sich, auf professionelle Schauspieler zu verzichten und stattdessen junge Laienschauspielerinnen als Prinzessinnen für ihre Märchenrevue zu engagieren. Diese sind aber modern und eigenwillig und halten sich nicht an den Originaltext der Märchen. Für einen Prinzen hat das Geld nicht mehr gereicht, deshalb wird ein Bewerber aus dem Publikum genommen, der sich engagiert, aber tollpatschig um die wählerischen Prinzessinnen bemüht. Er hat allerdings weder bei der Froschprinzessin noch bei Rapunzel Glück. Auch Dornröschen und Schneewittchen weisen ihn entsetzt ab, bis der arme Prinz nach etlichen Missgeschicken endlich in der Prinzessin auf der Erbse die richtige Partnerin findet. Die anderen Prinzessinnen muss ein Ersatzprinz erlösen, der sich allerdings unsterblich in Aschenputtel verliebt, wodurch die anderen Damen das Nachsehen haben. Natürlich gibt es auch noch eine gute Fee, welche stets versucht, den anderen Märchenfiguren zu helfen, dabei aber von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert und beinahe von der bösen Stiefmutter getötet wird , die eigentlich Schneewittchen verfolgt. Nicht zu vergessen wäre da noch der gestiefelte Kater, welcher sich in Rapunzel verliebt, was nochmals zu Missverständnissen führt. Der gestiefelte Kater, der sich in Rapunzel verliebt, Hänsel und Gretel, deren Eltern, ein Zwerg auf dem Weg zu seinem Massagetermin, ein Hehler, der bei Bedarf Haarteile, Schwerter und Steckenpferde an die schlecht ausgestatteten Märchenfiguren verkauft, machen das Chaos auf der Bühne schließlich perfekt.

Die knapp 150 Zuschauer begleiteten die Aufführung mit Lachsalven und genossen die groteske Interpretation der Märchen, die die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler engagiert und mit Witz darboten.

Katja Schulte-Bockholt

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