Kunst und Kultur am Bau

Trotz der sich mitten in ihrer Hochphase befindenden Generalsanierung hat es sich die Schulfamilie des Gymnasiums Marktbreit am letzten Samstag nicht nehmen lassen, ihr alljährliches Schulfest zusammen zu feiern.

„Kunst und Kultur am Bau“ – so lautete in diesem Jahr das Motto des Festes. Und so tanzten gleich zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung eine Gruppe mit Latzhosen und bunten Bauhelmen bekleideter Schülerinnen der achten Klasse über die Bühne, die unter der Leitung von Iris Ruppert die charmant-witzige Choreographie eines „Bauarbeitersongs“ einstudiert hatten. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Toni Gernert richteten auch die Kitzinger Landrätin Tamara Bischoff, Elisabeth Schäfer, die stellvertretende Landrätin aus Würzburg, die Elternbeiratsvorsitzende Cornelia Beige sowie die Schülersprecher Aline Ott, Franziska Hippeli und Valentin Beige ihre Grußworte an die trotz unsicherer Wetterverhältnisse zahlreich erschienenen Gäste.

Und den Gästen wurde an diesem Nachmittag einiges geboten. So konnten sie an einer von Mitgliedern des Direktorats durchgeführten Führung durch die Baustelle teilnehmen oder sich in der Ausstellung des AK einen Überblick über die verschiedenen Phasen der Generalsanierung verschaffen. Zahlreiche Aktionen der unterschiedlichen Klassen luden die Gäste des Festes auch dazu ein, selbst aktiv zu werden. Sie konnten bei der Aktion der fünften Klassen versuchen einen Baggerführerschein zu erwerben oder bei der Aktion der sechsten Klassen mit Hilfe eines Bastelbogens ein antikes römisches Wohnhaus bauen. Die neunten Klassen veranstalteten einen Wettbewerb, in dem die Gäste versuchen mussten, aus Strohhalmen das höchste Gerüst zu bauen, um nur einige der gelungenen Aktionen zu nennen. Für das leibliche Wohl und die Gemütlichkeit sorgte wie immer der Elternbeirat des Gymnasiums auf bekannt professionelle Weise. Das rundum gelungene Fest reichte bis weit in den Abend, an dem die Schulband unter der Leitung von Martin Burkard für die musikalische Unterhaltung sorgte.

Einen Teil des Erlöses wird dieses Jahr an ein Projekt in Tansania gespendet werden, dessen Partner anderem auch das Evangelisch-Lutherische Dekanat Uffenheim ist. Unter der Leitung der evangelischen Schwesternschaft Ushirika wa Neema ist in Kalali, Westkilimanjaro, ein Haus für Kleinkinder, die durch AIDS oder andere tragische Ereignisse ihre Eltern verloren haben, entstanden. Damit in Zukunft auch in den Dörfern und direkt in den Familien Hilfe geleistet werden kann, bauen die Schwestern in Neema-Kalali eine Schule für junge Menschen aus den umliegenden Kirchengemeinden, die dort als „assistants for orphanage-help“ ausgebildet werden. Es handelt sich also um eine sich ebenfalls im Aufbau befindende Schule, der die Schulfamilie des Gymnasiums Marktbreit mit ihrem fröhlichen Fest am Bau Hilfe leisten wird.

Katja Schulte-Bockholt

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