Besuch eines Müllheizkraftwerkes

Restmüll, Bioabfall, … – wie wertvoll ist unsere Mülltrennung für zukünftige Generationen? Mit diesem Themenkomplex beschäftigen sich am Gymnasium Marktbreit in einem wissenschaftspropädeutischen Seminar (W-Seminar) 2011/2013 sechzehn Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase Q11 bzw. Q12 zusammen mit ihrer Seminarleiterin Frau Christiane Lehrieder.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass sich hinter dem Begriff „Müll“ durchaus auch wiederverwendbare und wiederverwertbare Stoffe, also so genannte Wertstoffe wie z. B. Papier, Aluminium, Styropor oder Hohlglas verbergen. Anhand aktueller Anlässe wie z. B. dem neuen Abfallrecht bzw. dem Kreislaufwirtschaftsgesetz mit einer geplanten Änderung der kommunalen Überlassungspflichten für Wertstoffe werden die Schülerinnen und Schüler für die Vielschichtigkeit des Themas „Müll“ sensibilisiert. Diese Beschäftigung mit der „unendlichen Geschichte des Abfalls“ fand ihren derzeitigen Höhepunkt in einem Besuch des Müllheizkraftwerkes (MHKW) in Würzburg sowie des Wertstoffhofs der Stadt Würzburg. Im Müllheizkraftwerk werden nicht verwertbare, brennbare Abfälle aus der Stadt Würzburg und den Landkreisen Würzburg und Kitzingen aus Haushalt und Gewerbe bei 850 bis 1100 Grad Celsius verbrannt. Sehr interessant erschien, dass ca. 75 % des dabei erzeugten Stromes in das Stromnetz der Stadt Würzburg eingespeist werden. Der angelieferte Müll wird in einen riesigen Müllbunker gekippt und mit einem großen Greifer seinem weiteren Schicksal zugeführt. Als Reststoff bleibt Schlacke im Schlackebunker und gereinigtes Rauchgas.

Christiane Lehrieder