Physikkurs zu Besuch im M!ND-Center

Einen Tag lang schnupperten die Schüler eines Physikkurses der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Marktbreit in Begleitung ihrer Physiklehrerin Frau Alexandra Graf Uni-Luft. Sie besuchten das Lehr-Lern-Labor „Biophysik“ des M!ND-Centers der Universität Würzburg.

Unter Anleitung von Lehramtsstudentinnen und -studenten erhielten sie in kleinen Gruppen in Theorie und Praxis einen Einblick in die Biophysik. Die enge Verknüpfung der beiden Fächer wurde dabei eindrucksvoll demonstriert.

Drei Stationen wurden von allen Schülerinnen und Schülern „bearbeitet“.

In der ersten Station wurden Elektrophysiologische und Physikalische Grundlagen der EKG-Messung thematisiert. Nach einem kurzen Überblick über das Erregungssystem des Herzens durften die Schülerinnen und Schüler mit einem Tensgerät die Erzeugung von Muskelkontraktionen am eigenen Leib erfahren. Sie erhielten eine Einblick in die physikalischen Grundlagen des EKG, erstellten ein eigenes Elektromyogramm (EMG), nahmen EKG-Kurven auf, interpretierten diese im Hinblick auf Herzrhythmusstörungen und durften eines Schulungsdefibrillator „benutzen“.

In der zweiten Station befassten sie sich mit der Computertomografie. Nach einem Einführungsversuch mit Laserlicht zum Thema „Absorption“ wurde das Funktionsprinzip einer Röntgenröhre wiederholt und dann wurden an einer Röntgenröhre auch Röntgenbilder erzeugt. Danach durfte experimentell ein 2D-Modell gescannt werden, um die Vorgehensweise und den Strahlenverlauf bei der Computertomografie zu veranschaulichen. Schließlich wurde noch eine CT-Untersuchung durchgeführt, die das Innenleben einer harmlos erscheinenden weißen Kugel auf dem Bildschirm enthüllte.

Die dritte Station hatte als Schwerpunkt das Thema Sehen. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich einführend mit dem Sehapparat, der Farb- und Bewegungswahrnehmung und der Bedeutung von Stäbchen und Zäpfchen für das Sehen. In Experimenten erhielten sie Einblicke in die Auslösung eines Aktionspotenzials, die passive Signalweiterleitung und die saltatorische Signalweiterleitung. Verschiedene Arten optischer Täuschung rundeten diese Station bezüglich der Signalverarbeitung ab.

Der Uni-Tag wurde von den Schülerinnen und Schülern in einem abschließenden Feedback als sehr erfolgreich und interessant eingeschätzt. Der Wunsch, „so etwas doch öfter mal, am besten jedes Semester“ zu machen, zeigt, dass die Veranstaltung insgesamt gelungen war.

Alexandra Graf

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