Der Robogator schnappt zu

Ein besonderes Ziel hatte die Klasse 4c mit ihrer Klassenlehrerin Larissa König an ihrem Wandertag. Der Weg führte die Kinder in eine Werkstatt, in der nicht von Menschenhand gehämmert oder gesägt wurde (was der äußere Anblick des Gebäudes vielleicht vermuten ließ), sondern in eine Werkstatt, in der von Schülern gesteuerte Roboter die Arbeit verrichteten: in die Roboterwerkstatt des Gymnasiums Marktbreit.

Schulleiter Toni Gernert begrüßt die 4.Klässler in der Roboterwerkstatt

Nachdem Schulleiter Toni Gernert die Kinder begrüßt hatte, erklärte Matthias Katzenberger und sein Kollege Dr. Ulli Groh, was eine Roboterwerkstatt eigentlich ist und was diese mit der Schule zu tun hat. Es gehe darum „Technik und Lernen“ zu verbinden, was den Kindern durch die Roboterwerkstatt viel Spaß bereite. Dazu stünde den Kindern ein eigener Raum zur Verfügung, der mit etwa 30 Lego-Robotern ausgestattet sei.

Huch, was war das denn für ein Geräusch? Lugt da nicht schon ein roboterartiges Wesen um die Ecke?

In der Roboterwerkstatt gab es viel zu entdecken. Ein Labyrinth war auf einem Tisch aufgebaut, auf einem anderen schienen schon Legogebilde auf ihren Einsatz zu warten, überall hingen Steckdosen von der Decke und auf einem Tisch lagen viele kleine bunte Legosteine, was den Kindern noch mehr Rätsel aufgab.

Zunächst bewies ein kleines Roboterfahrzeug, wie es den Weg durch das Labyrinth findet. Allerdings stieß es unzählige Male an die Wand und Herr Katzenberger machte deutlich, dass man manchmal ganz schön knobeln müsse, um den Roboter gut zu programmieren.

So ein Legomännchen wie auf dem Fahrzeug, hab ich daheim auch!

Nun durften die Kinder denjenigen kennenlernen, der bereits zu Beginn auf dem Gang an der Leine auf und ab geführt wurde: der gefährliche, blutrüstige - Robogator. Erfinder dieser Kreatur, die die 4.Klässler an eine Mischung aus Roboter und Alligator erinnerte, war Moritz, der zeigte, wie gefährlich der Robogator eigentlich ist.

Ganz Mutige steckten ihre Finger indas zuschnappende und mit spitzen Zähnen gespickte Maul. Dr. Groh war sich sicher, dass das ganz schön weht tue.

Der Robogator wurde während der ganzen Sommerferien nicht gefüttert! Er liebt frisches Fleisch!

Einen eher praktischen Roboter stellte Johannes vor. Dieser war nämlich in der Lage, Kugeln in vier verschiedenen Farben zu sortieren und vorher die Farbe sogar auf Englisch zu benennen. Man arbeite bereits am Nachfolgemodell, das dann Socken sortieren könne, meinte Herr Katzenberger.

Im letzten Schuljahr haben wir doch die Sockensuchmaschine gelesen! Das ist bestimmt so ähnlich …

Nun erfuhren die Kinder, was es auf dem dritten Tisch mit den vielen kleinen Legosteinen auf sich hatte. Der Parcours für die Legoleague war hier aufgebaut, der sich in diesem Jahr mit der Lebensmittelsicherheit auseinandersetzte.

Überall wimmelte es auf dem Tisch von Viren und Bakterien (alle natürlich aus Legosteinen), die man in den Griff bekommen müsse, so die diesjährige Aufgabe. Felix erläuterte die einzelnen Stationen genauer, die ein Roboter innerhalb von 2,5 Minuten bewältigen müsse und dafür Punkte bekäme.

Und was macht der Roboter mit dem Lego-Eis und der Lego-Pizza?

Zum Schluss hatte Herr Katzenberger noch ein ganz besonderes Exemplar auf Lager. Dieser Roboter musste mit einer Taschenlampe eingefangen werden. Philip hatte zwar viel Mühe, schaffte aber das Meisterstück gegen die flinke Maschine.

Die Roboterwerkstatt bereitete den Schülern, wie Herr Katzenberger angekündigt hatte, wirklich viel Spaß und auch die Lehrer hatten offensichtlich Freude an den Roboterknobeleien…

Eva Maria Grill

Weitere Bilder