Bionik – Alles nur abgeschaut?

Mitarbeiter der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) e. V. besuchten die sechsten Klassen des Gymnasium Marktbreit und gaben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, selbst zu Bionik als faszinierender Zukunftstechnologie zu forschen.

Kinder und Jugendliche für Zukunftstechnologien zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie sie diese Begeisterung weiter entwickeln und erhalten können – das ist das Ziel der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) e. V.

An fünf Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler professionell aufbereitete Versuche durchführen und anhand eines Laufzettels ihre Ergebnisse zur späteren Lernzielkontrolle fixieren. Das Wort „Bionik“ ist ein Kunstwort aus Biologie und Technik. Als Wissenschaft beschäftigt sich Bionik mit der Entschlüsselung von „Erfindungen der belebten Natur“ und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Es gab beispielsweise ein Wettschwimmen verschiedener Holzformen oder das „Experiment mit Haken“, das die anhänglichen Klettfrüchte präsentierte, die als Vorbild für den Klettverschluss dienen. Das Experiment „Wasser weg mit dem Lotuseffekt“ behandelte die wasserabweisende Strategie der Lotuspflanze. Der Lotuseffekt basiert darauf, dass Wassertropfen von der Lotusblüte leicht abperlen. Hätten Dachziegel diese Eigenschaft, wären sie schmutzresistent. Auch der Traum vom Fliegen nach Otto Lilienthal kam nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler gaben die Flugdauer und Flugstrecke verschiedener Fluggeräte an. Bereits Leonardo da Vinci hat versucht, durch die Beobachtung des Vogelfluges Erkenntnisse für die Konstruktion von Flugmaschinen zu gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler kamen sehr schnell zu der Erkenntnis, dass Tiere, Pflanzen und auch Menschen ideale Vorbilder für Entwicklungen sind, die etwa in der Gebäude-, Medizin- und Verkehrstechnik zum Einsatz kommen.

Christiane Lehrieder, Dr. Christina Oßwald

Interview im Lokalradio (mp3-Datei)