Beobachtungsabend im Rahmen des Astronomieunterrichts

Zu einem nicht ganz gewöhnlichen nächtlichen Treffen fanden sich Schüler des Astronomieunterrichts am Gymnasium Marktbreit im Januar zusammen. Nicht nur theoretisch über die Sterne in der Schule zu sprechen, sondern diese „live und in Farbe“ in Augenschein zu nehmen, war Ziel des Beobachtungsabends.

So war schon die Wahl des Abends gelungen (es war eine sehr kalte Nacht), da natürlich das „Sternekucken“ sehr wetterabhängig ist. Am Beobachtungsort angekommen, war zunächst die Frage zu klären, wo denn eigentlich der Polarstern und damit Norden sei. Hier zeigte sich, dass es einen Unterschied macht, ob man etwas nur theoretisch weiß, oder ob man es auch in die Praxis umsetzen kann. Danach richtete sich die Aufmerksamkeit auf den Abendstern, die Venus, deren Phase nach einigem Probieren am Fernglas dann doch zu sehen war. Als weitere Herausforderung zeigte sich die Beobachtung einiger galileischer Jupitermonde, die dann aber doch gelang.

Ausgehend vom Sternbild Orion war es nicht allzu schwer, einige Sternbilder zu lokalisieren: So fanden sich die Zwillinge mit Castor und Pollux in der Nähe und Aldebaran, das Auge des Stiers, war mit seiner orangeroten Farbe gut zu sehen. Auch im Sternbild Orion selbst stachen der rote Riese Beteigeuze sowie der leuchtendblaue Rigel deutlich hervor. Selbst der Orionnebel war in der Nacht durch das Fernglas zu sehen. Zu guter Letzt ging dann noch Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, auf.

Nach einer guten Stunde war die „Arbeit“ dann getan, und die Schüler konnten sich nach diesem frostigen Erlebnis bei Kinderglühwein und Lebkuchen noch aufwärmen und stärken.

Walter Graf