Alles, was krank macht: MenschMikrobe

Anlässlich des 100. Todestages Robert Kochs, des Entdeckers des Tuberkulose-Erregers, gibt die Ausstellung MenschMikrobe der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Robert-Koch-Instituts Einblicke in das Zusammenleben von Menschen und Mikroben.

In zehn Themenstationen konnten Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen erfahren, was Mikroorganismen sind und wie wichtig sie für die Körperflora sind, aber auch, dass sie Krankheiten hervorrufen. Seuchen entstehen meist dort, wo Armut herrscht – und sie lassen sich nicht immer mit Antibiotika bekämpfen. Hörstationen erzählten von den sozialen und kulturellen Auswirkungen historischer Seuchenereignisse wie der Pest in Florenz im Jahr 1348 oder der Cholera-Epidemie 1892 in Hamburg. Ebenso konnten Besucher auf einer Weltkugel den Verlauf von Epi- und Pandemien verfolgen.

„Robert Koch hat mit seinen Entdeckungen nicht nur die Medizin, sondern auch unsere Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit bis heute entscheidend geprägt“, schildert Prof. Jörg Hacker, Mitinitiator der Ausstellung. „Die Erforschung und Bekämpfung von Infektionen spielt weiterhin eine vordringliche Rolle.“ Beispiele dafür seien nicht nur neuartige Seuchen wie Aids, Sars oder die Neue Influenza („Schweinegrippe“). Wichtig auch die hohe Zahl von Krankenhausinfektionen hierzulande oder die enorme Belastung vieler Entwicklungsländer durch infektiöse Erkrankungen.

Die Ausstellung des biomedizinischen Instituts zeigte den Schülerinnen und Schülern, wo die Infektionsforschung heute steht.

Dr. Christina Oßwald