Lernen lernen im Fach Mathematik am Gymnasium Marktbreit

Stellen Sie sich vor, Sie müssten im Dunkeln in eine Schublade greifen, die einzelne Socken in drei verschiedenen Farben enthält. Wie vielen Socken müssten Sie mindestens herausnehmen, damit ganz sicher zwei Socken der gleichen Farbe dabei sind?

So lautet eine Frage aus dem Mathematikbuch, das in den fünften Klassen am Gymnasium Marktbreit verwendet wird. Und diese Frage wurde auch den Eltern der Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen auf einer Informationsveranstaltung präsentiert. Diese von den Mathematiklehrerinnen und -lehrern der fünften Klassen angebotene Veranstaltung fand im Rahmen des Gesamtkonzepts statt, den Schülern den Übergang von der Grundschule ans Gymnasium zu erleichtern. Zugleich soll den Eltern eine Hilfestellung bei der schulischen Betreuung ihrer Kinder gegeben werden.

So führte Mathematiklehrerin Alexandra Graf aus, wie der Mathematikunterricht im Gymnasium Marktbreit strukturiert ist und wie das häusliche Arbeiten am besten funktioniert. Sie betonte hier beispielsweise, wie wichtig es sei, dass die Schüler zu Hause von den Eltern Schritt für Schritt in die Lage versetzt werden, ihre Hausaufgaben selbstständig zu erledigen. Eltern können ihren Kindern dadurch Hilfe zur Selbsthilfe geben und werden im Schulalltag zu Partnern von ihren Kindern und deren Lehrern.

Frau Gerlinde Eidel erklärte den interessierten Eltern, wie sich Ihre Kinder am besten auf eine Mathematikschulaufgabe vorbereiten können. Um nicht nur fürs Kurzzeitgedächtnis zu lernen, so Frau Eidel, sei es unbedingt nötig, frühzeitig mit der Vorbereitung anzufangen, auch weil die Wiederholung des Stoffs so besser in den Schul- und Freizeitalltag der Kinder eingepasst werden kann.

Mathias Katzenberger, der Fachbetreuer für Mathematik am Gymnasium Marktbreit, erläuterte die Kompetenzen, die im Fachunterricht Mathematik von den Schülerinnen und Schülern erworben werden. Es geht hier schon längst nicht mehr um bloßes Rechnenlernen. Die Kinder lernen das Strukturieren und Verknüpfen von Informationen, üben mathematisch zu argumentieren und erkennen, dass die Mathematik breite und fächerübergreifende und aktuelle Anwendungsgebiete finden kann. Um dies zu veranschaulichen, präsentierten die Mathematiklehrer den Eltern eine exemplarische Auswahl von Aufgaben aus dem Mathematikbuch der fünften Klassen. Anhand dieser Aufgaben wurde sehr deutlich, wie vielfältig mathematisches Denken sein kann.

Die Eltern haben den Ausführungen der drei Lehrer sehr aufmerksam zugehört und dabei wertvolle Tipps mit nach Hause genommen. Oft wurde geschmunzelt, und die eine oder der andere der Eltern mag sich dabei hin und wieder an seinen eigenen Mathematikunterricht erinnert haben. Nur eine Frage blieb doch noch offen und geht als Hausaufgabe an alle, die es wissen möchten: Wie viele Socken muss man denn nun aus der Schublade holen, um ein gleichfarbiges Paar zu erhalten?

Katja Schulte-Bockholt

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