Der Technik-Sieger kommt vom Gymnasium Marktbreit

Einen großen Erfolg konnte das Gymnasium Marktbreit beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ am 17./18. 02. 2011 in Gemünden verbuchen.

Zusätzlich zum Schulpreis von 200 Euro, den die Schule dafür erhält, dass sie elf Arbeiten zum Wettbewerb eingereicht hat (Rang 2 der unterfränkischen Schulen), war das Gymnasium bei den Schülern ganz vorne im Fachbereich Technik dabei.

Der erste (Florian Schwegler, Klasse 5c) und auch der zweite Platz (Alexander Herrmann und Leon Ludwig, beide Klasse 5d) in diesem Bereich gingen an Schüler des Gymnasiums Marktbreit.

Mit 135 Teilnehmern und 85 Projekten (im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von über 20%) war die Konkurrenz in diesem Jahr sehr groß. Unterfranken schlägt mit seinen Teilnehmerzahlen inzwischen ganze Bundesländer aus dem Rennen.

Der Jugend-forscht-Wahlunterricht am Gymnasium Marktbreit wird von Frau Alexandra Graf in den Sparten Physik und Technik und von Frau Dr. Christina Oßwald in den Sparten Biologie und Chemie erteilt.

Beim diesjährigen Regionalwettbewerb in Gemünden vertraten im Bereich der Biologie (Jugend forscht) Anne Ziermann mit dem Thema „Konservierungsverfahren im Haushalt“, Annette Auer mit „Pränatale Diagnostik bezüglich Monosomien und Trisomien“ und Annalena Fischer mit „Die Bedeutung des Sinnesorgans Auge beim Fluchttier Pferd“ das Gymnasium Marktbreit. Annette Auer und Annalena Fischer erhielten als besondere Würdigung ihrer Arbeit zusätzlich einen Buchpreis.

In der Physik-Sparte (Jugend forscht), die in diesem Jahr die meisten Teilnehmer hatte, traten Jan Hiller mit dem Thema „Der Bumerang“, Daniel Keßler mit „Das chaotische Pendel“, Philip Pfeiffer mit dem Thema „Flugzeugflug“ und Johannes Reinhard mit „Schiefer Wurf“ gegen die große Konkurrenz an.

Bei „Schüler experimentieren“ hatten sich Philipp Schmidt, Patrick-Leon Hofmann und Nicolas Frank im Bereich Physik mit der „Stabilität von Kartons“ auseinandergesetzt.

Als bei der Preisverleihung in der Technik-Sparte am Freitagabend dann aber noch drei Schüler des Gymnasiums Marktbreit auf der Bühne der Scherenberghalle standen und sowohl der zweite als auch der erste Platz noch nicht vergeben waren, schlich sich doch langsam ein Lächeln auf die Gesichter von Alexander Herrmann, Leon Ludwig und Florian Schwegler.

In ihrer Arbeit mit dem Thema „Der Cöffner“ oder auch „Der CD-Verpackungsöffner“ hatten Alexander Herrmann und Leon Ludwig zwei Geräte gebaut, die einem das leidige Öffnen von eng anliegenden Plastikhüllen bei CDs, Pralinenschachteln etc. vereinfachen. Eine Variante erledigt das mittels eines heißen Drahtes und bei der anderen Lösung wird die Plastikhülle durch eine speziell angefertigte Skalpell-Federvorrichtung und einen Schiebemechanismus aufgeschnitten.

Die Jury hielt die Konstruktion der beiden Cöffner für so gelungen, dass Alexander und Leon damit den zweiten Platz erreichten, der auch mit einem Geldpreis verbunden ist.

Florian Schwegler hatte in seinem Wettbewerbsbeitrag „Der schlaue Wasserkasten“ einen Getränkekasten so „umgebaut“, dass man auf einen Blick durch Lichtsignale erkennen kann, ob die Flasche noch gefüllt oder schon leer ist. In der Laudatio zu seiner Arbeit wurde gewürdigt, dass ab jetzt kein lästiges Geklapper mehr entstehen muss, wenn man in dunklen Vorrats- und Kellerräumen durch Anheben der Flasche versucht, deren Füllstand festzustellen. Ein Schalterdruck genügt und die Leuchtdioden zeigen die Flaschenfüllung für jedes Flaschenfach einzeln an.

Die Jury war sowohl von dem Wasserkasten als auch von Florians Präsentation so überzeugt, dass er mit seiner Arbeit den ersten Platz in der Sparte Technik belegte. Zusätzlich zu dem Geldpreis für den Sieger erhielt Florian Schwegler auch noch eine Auszeichnung vom VDI (Verein deutscher Ingenieure) und einen weiteren Geldpreis.

Am 02./03. Mai 2011 wird Florian nun Unterfranken beim Landeswettbewerb in Dingolfing vertreten. Man darf gespannt sein!

Alexandra Graf

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