Zu Gast in der Grundschule Willanzheim

Noch einmal ein bisschen Grundschulluft schnuppern durften Sophia, Felix, Lennert und Jan aus den Klassen 5c und 5d unseres Gymnasiums. Auf Initiative des Gymnasiums hin und in Kooperation mit der Volksschule Willanzheim besuchten die Fünftklässler die dortige 4. Klasse mit ihrer Klassenlehrerin Frau Emrich, um von ihren Erfahrungen an einer weiterführenden Schule zu erzählen.

Felix erklärte den Kindern kurz, warum er sich für das Gymnasium in Marktbreit entschieden hatte. Natürlich wären die Noten zunächst ausschlaggebend gewesen. Doch auch die Nähe des Wohnortes zur Schule empfand Felix als einen Vorteil.

Jan schilderte seinen Tagesablauf, der mit Beginn des Schuljahres bereits täglich um 6.00 Uhr anfange. Das liege vor allem daran, dass der Bus sehr früh fahre. Danach habe er genügend Zeit, sich auf den Schultag einzustellen. Zur Veranschaulichung zeigte er den Kindern noch seinen Stundenplan. Er erklärte, dass es auch schon in der 5. Klasse sein könne, dass man nachmittags Unterricht hat.

Lennert konnte sich mit seinen Erfahrungen aus der offenen Ganztagsschule anschließen. Er stellte dar, wie so ein Nachmittag an der Schule aussieht – begonnen beim Mittagsessen über die Freizeit zum Fußballspielen, Austoben und Abschalten bis hin zur Hausaufgabenzeit, in der die Schüler von Frau Gräf-Kleinhenz und Frau Stahl betreut und unterstützt werden. „Die zwei sind echt gut!“, so Lennerts überzeugende Meinung. Als Nachteil empfinde er allerdings, dass er mit dem Bus oft so lange unterwegs sei. Hier konnte Johanna aus der 4. Klasse beisteuern, dass sie da wohl vermutlich viel Zeit zum Lesen hätte.

Sophia besucht eine andere 5. Klasse. Durch ihre Schilderung zeigte sie, wie es ihr gelungen war, in der neuen Klasse Freunde zu finden. Sie gab den Viertklässlern den Tipp mit auf den Weg, sich etwas zuzutrauen, auf Kinder zuzugehen und anzusprechen. Durch das Gespräch während der Pause oder beispielsweise nach Exen ergaben sich schnell Kontakte für die Schülerin. Außerdem gehe es ja den Kindern in der fremden Klasse genauso.

Schließlich stellte ich noch beispielhaft eine Umfrage vor, die an der Grundschule Marktbreit durchgeführt worden war. Fünftklässler hatten Fragen beantwortet zu Themen wie Zeit des Aufstehens, Anzahl der Kinder und Lehrer in der Klasse und Unterschieden an den jeweiligen Schulen. Verwunderung und Diskussionen löste das Kriterium aus, dass während der Pause nicht aufs WC gegangen werden darf, was „die Experten“ vom Gymnasium gleich verneinen konnten.

Nun war es an der Zeit, selbst Fragen an die Besuchskinder zu stellen. So wollte Tim zum Beispiel wissen, ob sich in dem großen Gebäude schon jemand mal verlaufen hätte. Das komme eigentlich gar nicht vor, weil ja meist die ganze Klasse den Raum wechseln müsse und irgendeiner schon immer weiß, wo es hingehe. „Und hast du am Nachmittag dann auch noch Zeit zum Spielen?“, fragte Tim weiter. „Wenn ich nach der offenen Ganztagsschule heimkomme, habe ich meistens meine Hausaufgaben erledigt und geh vielleicht noch mal zu Oli“, meinte Lennert.

„Was macht ihr denn nach der Schule, bis der Bus fährt? Das dauert ja noch so lange.“ Sophia macht zum Beispiel ihre Hausaufgaben im Silentium-Raum.

„Wie ist das denn so mit den Exen?“, forschte Annika nach. Da konnten die Fünftklässler beruhigen, denn bei den meisten Lehrern wisse man schon, dass man sich auf die nächste Stunde dann besonders gut vorbereiten müsse.

„Hast du schon einmal einen Streich gespielt?“, wollte Raphael von Lennert wissen. Der rückte nicht so ganz mit der Sprache raus. „Naja, der wäre beinahe entdeckt worden, weil ich unter dem Tisch gegessen habe …“

Zum Schluss luden die Viertklässler ihre Gäste zu einer Spielerunde ein, die allen sichtlich viel Spaß bereitete – und als kleines Dankeschön gab es von Frau Emrich etwas Süßes als Wegzehrung. Denn danach machten sich die Fünftklässler wieder auf in ihre neue, „alte“ Schule.

Eva Grill

Weitere Bilder