Zirkuskinder beim Bayerischen Jonglierwochenende

Schwer bepackt mit Schlafsack, Isomatte, Jongliergeräten, Einrädern und Kostümen zogen 32 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Schulzirkusgruppe mit ihrer Betreuerin OStR’ Barbara Clobes los in das „so weit entfernte München“, um am Treffen von Jonglier- und Akrobatikgruppen aus ganz Bayern teilzunehmen.

Bereits die Bahnfahrt war ein Abenteuer für sich, das wir aber bravourös gemeistert haben. In München-Haar bezogen wir am dortigen Ernst-Mach-Gymnasium „unsere“ Klassenzimmer, um dann sofort die Turnhallen zu stürmen. Über 300 Schüler hatten hier die Gelegenheit, in den verschiedensten Workshops an ihrem Können zu arbeiten. Ob Ball- oder Keulenjonglage, Devil-Stick oder Diabolo, Tuch-, Trapez- oder Partnerakrobatik oder Einradfahren, für jeden war etwas dabei. Training bis zum Abwinken stand also auf dem Programm und so blieb es nicht aus, dass man bis weit nach Mitternacht immer noch begeisterte Schüler in der Turnhalle antraf, die zusammen mit vom Eifer der Schüler nicht weniger begeisterten Workshop-Leitern arbeiteten. Auf einer Open-stage-Bühne konnte am Freitagabend spontan vieles von dem gezeigt werden, was man gelernt hatte. Unsere Gruppe, die übrigens die größte geschlossene Gruppe dieser Veranstaltung war, zeigte hier Nummern mit Keulen, am Partnertuch und mit den Swinging-Keulen. Nach einer recht kurzen Nacht und einem weiteren exzessiven Trainingstag stand dann eine von allen beteiligten Gruppen gemeinsam auf die Beine gestellte Gala-Vorstellung mit besonders guten Nummern auf dem Programm. Unsere Gruppe gehörte mit ihren Beiträgen „Menschenpyramiden aus 32 Leuten“, „Equilibristik“ und „Zwei Paare am Trapez“ zu den Höhepunkten des Abends und erntete besonders viel Lob. Es war dann durchaus verständlich, dass man die angebotene Party voll und ganz auskostete. Trotzdem waren wir auch am Sonntag wieder auf der Matte, wo wir bei den abschließenden Jonglierspielen einen Preis nach dem anderen einfahren konnten. An dieser Stelle sei die wirklich vorbildliche Disziplin und das extrem große Trainingsengagement, aber auch der auffallend gute Gruppengeist unserer Zirkuskinder erwähnt. Man konnte als betreuende Lehrkraft nur stolz auf die Truppe sein. Resümee dieses Wochenendes: Ein unvergessliches Erlebnis, das zwar echt an die körperlichen Grenzen ging, uns aber auch einen riesigen Schritt vorwärts brachte.

Viele weitere Fotos auf der Zirkus-Homepage!

Barbara Clobes

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