Der Leistungskurs Physik experimentiert am XLAB

Gerade erst hatten die Schüler des Leistungskurses Physik am Gymnasium Marktbreit ihre „Der Physik auf der Spur“-Tour durch die Grundschulen in und um Marktbreit abgeschlossen, schon ging es für sie und ihre Kursleiterin Frau Alexandra Graf weiter zum Experimentierlabor XLAB in Göttingen.

In dem Experimentierlabor, wo sich sonst Schüler und Studierende z. B. aus Frankreich, Spanien, Liechtenstein oder auch den Niederlanden einfinden, waren Jonas Gramlich, Jan Hiller, Daniel Keßler, Martin Müller, Philip Pfeiffer, Johannes Reinhard und Lucas Voigt für drei Tage zu Gast, um ihr eigenes experimentelles Geschick zu verbessern.

Am ersten Tag ging es gleich nach der Ankunft los mit Versuchen zur Wellenphysik. In Zweier- bzw. Dreiergruppen wurden mit Mikrowellen am Michelson-Interferometer Wellenlängen ausgemessen und die Interferenz und Beugung am Doppelspalt untersucht. Die Änderungen der Wellenlänge bzw. der Phasengeschwindigkeit in Acrylglas wurden ebenso experimentell erarbeitet wie die Gültigkeit der Bragg-Gleichung mit der Drehkristallmethode nach Bragg an einem großen Kristallmodell.

Am nächsten Tag standen die Laser- und die Röntgenphysik im Mittelpunkt. In der Laserphysik lernten die Kollegiaten zunächst den prinzipiellen Aufbau und die Funktionsweise eines Lasers kennen, um danach damit die Frequenzverdoppelung in der Nichtlinearen Optik beschreiben und Wellenlängenbestimmungen selbst durchführen zu können. Sie verwendeten dabei den He-Ne-Laser und den YAG-Festkörperlaser. In der Röntgenphysik wurden von den Schülern des Leistungskurses mit einer Röntgenröhre selbst Röntgenspektren verschiedener Anodenmaterialien aufgenommen und ausgewertet.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Kernphysik. Nach einer Sicherheitseinweisung führten die Schüler Experimente mit zugelassenen radioaktiven Präparaten durch. Sie bestimmten die Halbwertszeit von Ba-137 und untersuchten die Arten radioaktiver Strahlung an Sr-90, Am-241, Co-60, Na-22 und Ra-226 sowie Beta-Spektren.

Nach drei arbeitsreichen Tagen ging es mit vielen neuen Eindrücken und neuem Wissen zurück nach Marktbreit. Das Praktikum war für die Schüler nach eigenen Aussagen ein echter Gewinn, da es ihnen möglich war, Experimente durchzuführen, die so an der Schule zum Teil gar nicht machbar sind und auch das „Reinschnuppern“ in die „Laborluft“ hat einfach mal Spaß gemacht.

Alexandra Graf

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