Vorlesewettbewerb Englisch

Der alljährliche Vorlesewettbewerb im Fach Englisch hat am Gymnasium Marktbreit inzwischen Tradition. Zum ersten Mal fand er im Juli 2003 statt. Rückblickend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe dazu motiviert hat, nicht nur fremdsprachliche Texte im Unterricht zu lesen, sondern es auch zu wagen, diese wirkungsvoll vor einem größeren Kreis vorzutragen. Dass dies den jungen Kandidaten eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein abverlangt, lässt sich leicht nachvollziehen.

Und noch etwas hat sich herausgestellt: Im Idealfall erlaubt der Wettbewerb, schon frühzeitig besondere Talente im Fach Englisch zu entdecken. Die Schulsiegerin 2003, Carina Rödel, entwickelte eine besondere Leidenschaft für die englische Sprache und Literatur, so dass sie in der Oberstufe mit dem Frühstudium der Anglistik beginnen konnte. Inzwischen hat sie schon mit großem Erfolg das Abitur abgelegt und kann sich nun ganz ihrem Lieblingsfach an der Universität widmen.

Am 26. Februar 2010 fand der Vorlesewettbewerb im Fach Englisch zum achten Mal statt. Wieder traten Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen gegeneinander an, um ihre Lesefähigkeit unter Beweis zu stellen. Als Zuhörer versammelte sich die gesamte Jahrgangsstufe in der fünften und sechsten Stunde in der Mensa des Gymnasiums Marktbreit.

Die Englischlehrkräfte hatten zuvor die jeweiligen Klassenbesten in einem internen Auswahlverfahren ermittelt. Am 26. Februar stellten sich dann vier Schülerinnen und zwei Schüler ihren Klassenkameraden und der Jury, und zwar Marcia Schnatz und Johannes Schneider aus der 7a, Nadine Schmitt und Maxim Zimmermann aus der 7b sowie Carly Jurcic und Luisa Preu aus der 7c. Jeder Kandidat las zunächst einen selbst gewählten und zu Hause vorbereiteten Text. Dabei kam es nicht nur auf korrekte Aussprache und Intonation an, sondern auch auf eine lebendige Textgestaltung.

Die Jury setzte sich diesmal aus drei Mitgliedern des Leistungskurses Englisch in der K 12 und drei Lehrkräften zusammen. Ihre Aufgabe war es, die Lesefähigkeit der Wettbewerber über zwei Runden hinweg zu beurteilen. Unmittelbar nach dem Vortrag des Kürtextes traten die sechs jungen Leserinnen und Leser zum zweiten Durchgang gegeneinander an. Nun galt es, einen unbekannten Text aus einem Jugendbuch wirkungsvoll und möglichst fehlerfrei vorzutragen, was durchaus eine Herausforderung war. Dabei ergab sich ein differenziertes Bild, zumal nicht nur die eigene Lesefähigkeit, sondern auch ein mehr oder minder starkes Nervenkostüm über Erfolg und Misserfolg entschieden.

Als sich im Anschluss die Jury zur Beratung zurückzog, wurden beide Lesedurchgänge einer kritischen Beurteilung unterzogen. Was am Ende den Ausschlag gab, war die Kontinuität der Leistung. Luisa Preu überzeugte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Runde durch ihren Vortrag und war zudem in der Lage, den unbekannten Text ansprechend zu gestalten. Das brachte ihr den Sieg über ihre Klassenkameradin Carly Jurcic ein, die ebenfalls eine insgesamt starke Leistung zeigte, und so wurde Luisa von der Jury einstimmig zur Schulsiegerin erklärt. Auch die anderen Kandidaten schlugen sich tapfer. Hier lag das Feld eng beieinander, so dass die Jury zwei dritte Plätze vergab, und zwar für Johannes Schneider und Maxim Zimmermann. Alle Wettbewerbsteilnehmer wurden für ihren Einsatz mit kleinen Buchpreisen belohnt, die dankenswerter Weise wieder die Buchhandlung Högner, Marktbreit, gestiftet hatte.

Bernd-Uwe Groß

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