Frankreich – Den Nachbarn auf der Spur

Einer langjährigen Tradition unseres Gymnasiums folgend, fand auch in diesem Schuljahr wieder ein Studientag der K12 statt. Die Fachschaft Französisch übernahm dabei erstmals die alleinige Organisation, was insbesondere bei Schülern, die während ihrer Schulzeit keinen Französischunterricht gehabt hatten, anfangs auf wenig Begeisterung stieß. Aber das sollte sich schnell ändern.

Nach einer kurzen Besprechung mit der betreuenden Lehrkraft Annette Oechsner am Morgen des 28. Juni begann der erste Teil des Studientages. In Kleingruppen von etwa sechs Schülern beschäftigten sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten mit verschiedenen Themenbereichen rund um unser Nachbarland und dessen Kultur. In selbstständiger Projektarbeit wurden unter anderem Stellwände gestaltet und Vorträge vorbereitet, wobei einige Teams die Arbeitszeit sogar freiwillig auf die folgenden Nachmittage ausweiteten.

Am Donnerstag, den 1. Juli trafen sich trotz großer Hitze etwa 60 Kollegstufenschüler, um zusammen den Film „Willkommen bei den Sch’tis“ anzusehen. Diese Komödie beleuchtet mit viel Ironie und Witz die Kulturgrenze innerhalb Frankreichs. Die „Nordlichter“ und die „Südländer“ hegen große Vorurteile gegeneinander, wobei vor allem die unterschiedlichen Akzente und das Wetter im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen. Einige Schüler sorgten an diesem Abend im Rahmen ihrer Projektgruppe in Form eines reichhaltigen Buffets mit französischen Spezialitäten auch für kulinarische Genüsse. Insgesamt konnten sich alle Beteiligten über eine gelungene und gleichzeitig lehrreiche Abendveranstaltung freuen.

Am Freitag schloss dann die Präsentation der Arbeitsergebnisse in der Mensa die Woche ab. Tobias Herbst (K12) führte durch das Programm und kündigte viele interessante Vorträge an. Die versammelte K12 wurde über den großen Dramatiker Molière und dessen Bestseller „Don Juan“ informiert, erhielt Einblicke in die französische Modeszene um Coco Chanel oder durfte sich an Comics wie „Tim und Struppi“ zurückerinnern. Aus aktuellem Anlass fand auch der Skandal rund um die französische Fußballnationalmannschaft seinen Weg ins Programm und wurde nochmals anschaulich aufbereitet, sodass auch die Sportinteressierten nicht zu kurz kamen. Eine Gruppe hatte eine etwas ausgefallenere Aufgabe: drei Schülern waren am Montag Grundkenntnisse der französischen Sprache vermittelt worden, die sie nun präsentierten.Die sprachliche Qualität der Aufführung eines kleinen Sketches auf Französisch war bemerkenswert. Aber auch die Kunstgruppe brachte die Anwesenden zum Staunen. Unterstützt von Kunstlehrerin Frau Dietrich-Knobling, hatten die Schülerinnen Laura Bischlager und Julia Höhn in mühevoller Arbeit ein eigenes Gemälde angefertigt, welches Elemente großer Werke französischer Künstler vereinigte.

Zu überzeugen wussten auch die weiteren Arbeitsergebnisse und so durfte die K12 auf eine interessante und produktive Woche zurückblicken, die ihren Sinn, nämlich das eigenständige Arbeiten der Schüler zu fördern, nicht verfehlt hat.

Frau Oechsner und Frau Rahner war es gelungen, den Studientag so zu organisieren, dass eine Fortsetzung dieses Projektes im G8 zu hoffen bleibt.

Philipp Krug (K12)

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