Studieren heute - Informationen aus erster Hand

Angesichts der offensichtlichen Probleme an den deutschen Universitäten und den aktuellen Studentenprotesten kann man sich fragen, ob man überhaupt studieren soll. Ist das nicht alles chaotisch und noch dazu sehr teuer? Und welches Fach liegt mir? Wie sehen die Anforderungen konkret aus und welche Fachrichtung hat Zukunft?

All diese Fragen beschäftigen die angehenden Abiturienten, die vor der Entscheidung stehen, ob sie studieren wollen und wenn ja, was. Eine besondere Veranstaltung am Gymnasium Marktbreit bot dafür wertvolle Entscheidungshilfen. Am Samstagvormittag fand dort nämlich eine Studienmesse statt, die den Schülern der Oberstufe die Gelegenheit bot, von Studenten verschiedener Fachrichtungen über Studieninhalte, Studienbedingungen und über das Studentenleben allgemein informiert zu werden. Natürlich war auch die Frage der Finanzierung eines Studiums ein Thema. Als Referenten konnten viele ehemalige Schüler des Gymnasiums gewonnen werden, aber auch darüber hinaus stellten sich junge Leute gerne für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung. Vertreten waren die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Jura, Soziale Arbeit, Maschinenbau, Technologie der Funktionswerkstoffe, Kommunikationsdesign, Mathematik und Medizin sowie verschiedene Lehramtsstudiengänge. Innerhalb dieses breiten Spektrums konnten die Schülerinnen und Schüler nach ihren persönlichen Interessen auswählen. Da die Studierenden alle bereits zwischen drei und fünf Semester absolviert hatten, konnten sie einerseits fundierte Informationen geben, sich aber andererseits auch noch gut in die Situation der Schüler hineinversetzen. So entwickelten sich offene Gespräche, in denen viele Fragen geklärt werden konnten. Angst vor der Hochschule muss man nicht haben, so ein Fazit, denn wenn man das gefunden hat, was einen wirklich interessiert und seiner Begabung entspricht, ist man motiviert - und wird letztlich erfolgreich sein. Insgesamt entstand für die Oberstufenschüler ein lebendiges und realistisches Bild vom Studieren in sicherlich nicht ganz einfachen Zeiten.

Gabriele Wollmann

Weitere Bilder