Sommerkonzert am Gymnasium Marktbreit

Am 7. Juli fand unter der Gesamtleitung von Herbert Ullmann das nun schon zur Tradition gewordene Sommerkonzert des Gymnasiums Marktbreit in der Marktbreiter Rathausdiele statt.

Nachdem die Musiker und die zahlreich erschienenen Gäste von Schulleiter Toni Gernert begrüßt worden waren, sang der Chor des Gymnasiums zum Auftakt des musikalischen Sommerabends eine bunte und zugleich innovative Liedersammlung von überwiegend aus dem 20. Jahrhundert stammenden Komponisten. Mit drei Kanons und einem Sprechstück bewiesen die Chormitglieder, die aus allen Klassenstufen stammen, ihr Können.

Innovativ ging es auch im nächsten Block weiter. Hier musizierten Mitglieder des Grundkurses Orchesters zusammen mit dem Grundkurs Chor. Dieses Ensemble präsentierte nachdenkliche, witzige oder ironische Gedichte von Heinrich Heine, Joachim Ringelnatz und Heinz Erhardt in Vertonungen der modernen Komponisten Stefan Kalmer und Jörg Edelmann. Die witzig-experimentelle Mischung aus Instrumentalmusik und teils gesungenen, teils gesprochenen Texten kam sehr gut beim Publikum an.

Als dritte Gruppe zeigte die Klasse 6c ihr Können. Unter der Leitung von Carolin Stamm hatten die Schülerinnen und Schüler zwei sommerliche Lieder einstudiert, die sie mit ihren erfrischenden Stimmen vortrugen und selbst mit Instrumenten begleiteten.

Kurz vor der Pause gaben Daniel Augustin und Martin Schmidt mit einem heitern Stück des Liedermachers Bodo Wartke einen kleinen Ausblick auf den für das Ende des Schuljahres geplanten Liederabend der SMV.

Es folgte eine weiterer Beitrag des Chors, der aus Sommerliedern verschiedenster Jahrhunderte und Kontinente bestand. Darunter befand sich auch eines der ältesten Sommerlieder der europäischen Musikgeschichte, das aus dem 13. Jahrhundert stammte und in altenglischer Sprache vorgetragen wurde. Besonders gelungen brachten die jungen Sängerinnen und Sänger einen traditionellen Zulu-Gesang aus Südafrika zum Vortrag. Gekonnt und professionell aufeinander abgestimmt sangen dabei Vorsänger und Chor zusammen und folgten ihrem Chorleiter sicher bis ins leiseste Pianissimo.

Den stimmungsvollen Abschluss des Sommerkonzerts bildete das Orchester. Es zeigte mit einer Passacaglia von Georg Friedrich Händel, dass es auch klassischen Orchesterstücken gewachsen ist, und unterhielt das Publikum im zweiten Teil seiner Darbietung mit schwungvoll-rhythmischen Beiträgen von Chuck Berry sowie John Denver und Peter, Paul and Mary.

Schmunzeln und Beifall erntete das Orchester auch dafür, dass zwei der Bläser den letzten Beitrag mit einer Vuvuzela, der südafrikanischen WM-Trompete, beendeten und somit zugleich das Motto für den weiteren Verlauf des Abends vorgab, denn direkt im Anschluss fand das Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Der anhaltende Applaus des Publikums am Ende des Konzertes bewies, dass Musik und Fußball an einem heißen Sommerabend aufs Beste zusammenpassen können.

Katja Schulte-Bockholt

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