Schullandschaft gestaltet

Schulleiter Heinrich Voit verlässt das Gymnasium Marktbreit

Das Kultusministerium hat der Bitte des bisherigen Schulleiters Heinrich Voit entsprochen, und ihn aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Schulleiters entbunden, so dass er seine Dienstzeit Ende Oktober beenden wird.

Heinrich Voit übernahm die Stelle des Schulleiters am Gymnasium Marktbreit im Februar 2000, nachdem Hans Herting aus Altersgründen ausgeschieden war. Er hatte 1970 in Schweinfurt sein Abitur abgelegt, in Würzburg Latein, Deutsch und Philosophie studiert und Examen gemacht, und seine Referendarzeit in Regensburg verbracht, bis er nach Viechtach im Bayerischen Wald versetzt wurde, wo er 21 Jahre lang tätig war.

Dort war er als Fachbetreuer für Deutsch und Latein tätig und hat auch eine Theatergruppe geleitet. Er war Mitarbeiter an der Dienststelle des Ministerialbeauftragten in Landshut. Auch war er sehr viele Jahre als Ausbilder für Latein in der Lehrerfortbildung in Dillingen tätig, wo er selbst Seminare durchführte. Zusätzlich hat er bei vielen Lehrwerken mitgearbeitet, beispielsweise dem Lateinbuch „Roma“ (Latein als erste und zweite Fremdsprache), und hat auch Lateinbücher mit herausgegeben. So lesen die Schüler in Bayern den „Caesar“ aus einem Buch, an dem Heinrich Voit mit beteiligt war.

Die Stelle als Schulleiter in Marktbreit reizte ihn aus zweierlei Gründen. Zum einen wollte er gerne wieder in seine fränkische Heimat zurückkehren, doch er wollte vor allem auch in dieser Position die Schullandschaft mitgestalten, und seine vieljährige praktische Erfahrung im Schulbetrieb umsetzen. Heinrich Voit sagt dazu: „Ich bedauere es sehr, dass ich diese schöne und reizvolle Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen niederlegen muss. Ich hätte gerne weitergemacht, da ich es als sehr wichtig erachte langjährige Erfahrungen, aber auch neue Ideen in die Schulentwicklung einzubringen.“

Wie Monika Rahner und Armin Forster von der Schulleitung erklärten, hatte Heinrich Voit in den zehn Jahren an der Spitze des Gymnasiums Marktbreit große Aufgaben zu bewältigen. In seine Amtszeit fiel die sukzessive Einführung des G8, die mit viel organisatorischer und pädagogischer Arbeit verbunden war. Seinem Einsatz ist es auch zu verdanken, dass der moderne Anbau, den die Schule im Jahr 2005 erhielt, recht großzügig geplant und realisiert werden konnte, da er sich rechtzeitig und erfolgreich um die benötigten IZBB-Fördergelder bemühte.

Auch die Optimierung der Unterrichtsqualität lag ihm sehr am Herzen und so unterzog sich das Gymnasium Marktbreit auf seine Veranlassung hin als eine der ersten Schulen in Unterfranken, dem Prozess der externen Evaluation. Die tägliche Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Heinrich Voit war stets vertrauensvoll und von einem kollegialen Miteinander geprägt, daher dankt die Schulleitung ihm für die geleistete Arbeit und wünscht ihm Gesundheit und alles Gute für den Ruhestand.

Uschi Merten (Main-Post)