Gymnasium Marktbreit – Nepal

Vielen Menschen ist der kleine Ort Basandol im Kathmandutal in Nepal ein Begriff, denn seit 2002 unterstützt der Ochsenfurter Geschäftsmann Klaus Meyer das Schul- und Dorfprojekt. Dabei wurde er von seinem Freund Govinda Sharma, der inzwischen bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam, vor Ort unterstützt. In Ochsenfurt stehen ihm Monika Renninger und Karl Zimmermann zur Seite.

Barbara Clobes (links), daneben die Nepalesin Kabita Subedi, Sebastian Clobes, Klaus Meyer und die Klassensprecher der 9. Klassen, die das Nepalprojekt bis zum Abitur unterstützen

Besonders schön findet Klaus Meyer, dass sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Marktbreit für die Schule in Basandol engagieren. Barbara und Stephan Clobes, die beide am Gymnasium unterrichten, initiierten, dass sich die Jugendlichen sozial engagieren, und so entstand die Idee, dass die Schüler ab der 9. Klasse bis zum Abitur eine Patenschaft an der Schule in Basandol übernehmen sollten.

Für die etwa 90 Schüler bedeutet dies, dass sie pro Jahr bereit sind einen Beitrag von zwei Euro zu leisten. Somit wird es möglich, dass ein Kind in Nepal die Schule besuchen kann. Außerdem gibt es jedes Jahr eine Aktion, wie beispielsweise ein Nepalabend, Kuchenverkauf und als nächstes ist ein Sponsorenlauf geplant. Auf diese Weise können jedes Jahr etwa 500 Euro an die Schule in Nepal überwiesen werden. Für Barbara Clobes ist es wichtig, dass die Schüler sich verantwortlich fühlen. „Es entstehen Bindungen, und inzwischen ist auch ein e-mail-Kontakt möglich.“ Damit die Schülerinnen und Schüler auch genau wissen, wofür sie sich engagieren, kam Klaus Meyer zu einem Vortrag ans Gymnasium.

Er erzählte, wie er Nepal, das Land der Götter, kennen gelernt hatte, berichtete von der Herzlichkeit und Freundlichkeit der dort lebenden Menschen und informierte über den Hinduismus, der Staatsreligion ist. Er schilderte und zeigte die atemberaubende Landschaft, die vier Klimazonen, die von + 40 Grad Celsius bis – 40 Grad Celsius reichen und vom 8000 Meter tiefen Tal, das das tiefste der Erde ist.

Und er berichtete natürlich auch von der Schule in Basandol. Begleitet wurde Klaus Meyer von seinem Patenkind, der 20-jährigen Kabita Subedi, die zur Zeit in Deutschland ist. Außerdem hatte er ein Schreiben des dortigen Schulleiters mit dabei, in dem über den jetzigen Stand der Schule berichtet wurde. Inzwischen werden in Basandol 303 Kinder von 15 Lehrern unterrichtet. Letztes Jahr wurden zum ersten Mal Abschlussprüfungen abgehalten. Die Aufstockung bis zur 12. Klasse läuft bereits, so dass in Zukunft auch ein High-School-Abschluss möglich ist.

Dazu kommt, dass neue Klassenräume, Sanitäranlagen und ein Waschplatz zum Händewaschen gebaut wurden, und es gibt eine Bibliothek mit zwei Computern, so dass der Kontakt nach Ochsenfurt oder zum Gymnasium Marktbreit möglich ist. Besonders aufgewertet wurde die Schule durch die Krankenstation, die vor zwei Jahren gebaut wurde. Sie ist ständig mit zwei Krankenschwestern besetzt, und einmal im Monat besucht ein Arzt die Station, so dass eine ärztliche Grundversorgung gewährleistet ist und Impfungen durchgeführt werden können.

Ein Teil der Kosten für die Schule werden vom Staat und vom Dorf übernommen, was jedoch nicht reicht, um das Projekt in dieser Form am Weiterlaufen zu halten. Daher ist Klaus Meyer immer wieder unterwegs, hält Vorträge und informiert über die Situation der Kinder in Nepal, und er freut sich, wenn junge Menschen, wie die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Marktbreit die Kinder und Jugendlichen in Nepal unterstützen, um ihnen so eine Chance für eine bessere Zukunft zu geben.

Wer für die Schule in Basandol in Nepal spenden möchte kann dies tun über das Spendenkonto des Evangelischen Pfarramtes. Konto-Nr. 500 101 696 (Projekt Nepal), Sparkasse Mainfranken, BLZ 790 500 00. Der Ochsenfurter Klaus Meyer verbürgt sich dafür, dass alle Spendengelder direkt in der Schule von Basandol ankommen und keine Verwaltungskosten entstehen.

Uschi Merten (Main-Post)