Fränki-Projekt

Auch dieses Schuljahr nimmt wieder eine Klasse des Gymnasiums Marktbreit am Fränki-Projekt teil, das das UDI (Unterfränkisches Dialektinstitut) in Zusammenarbeit mit vielen Schulen in Unterfranken durchführt.

Das Projekt, das von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert wird, soll durch die Zusammenarbeit der Universität Würzburg mit Schulen in Unterfranken die Schülerinnen und Schülerinnen mit geisteswissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut machen und Interesse mit eigenen Forschungsarbeiten wecken. Die Arbeit erstreckt sich über das gesamte Schuljahr, beginnend mit einer Lehrerfortbildung im Dezember zum Thema „Dialekt und Film“, die auch praktische Übungen zum Drehen eines Films umfasste. Im Anschluss daran begann eine Unterrichtseinheit, die Dialekte und Dialektverwendung erst allgemein zum Inhalt hatte, später v.a. Dialekt im Film thematisierte. Die Schülerinnen und Schüler analysierten Filmszenen, in denen Dialekt eingesetzt wurde, und erstellten mit viel Freude und großem Einsatz einen eigenen Film. Dieser Film wurde dann am Schülertag des Dialektinstituts am Mittwoch, dem 17.3.2010 in einem Filmwettbewerb gezeigt und erreichte im Wettbewerb den fünften Platz. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich somit über einen Gutschein für eine Studioführung bei Radio Gong freuen. Aber es wurden am Schülertag nicht nur Filme prämiert. Zu Beginn der Veranstaltung, die in einem richtigen Hörsaal stattfand und an der noch mehrere Schulklassen aus ganz Unterfranken teilnahmen, gab es erst ein Grußwort vom Projektleiter Prof. em. Dr. Norbert Richard Wolf und der stellvertretenden Bezirkstagspräsidentin Eva-Maria Linsenbreder, dann ging es los mit zwei Vorträgen von Dr. Almut König zum Thema „Jugend und Dialekt“ und von Christian Kelle, dem Regisseur und Hauptdarsteller der „Dadord Würzburch“- Filme zum Thema „Dialekt im Film“. Darauf folgte die Präsentation der am Wettbewerb teilnehmenden Filme. Nach einem leckeren Mittagessen in der Mensa bekamen die Schülerinnen und Schüler noch einen Forschungsauftrag und durchliefen einen Lernzirkel zum Thema „Dialekt“.

Und wie geht’s weiter? Die Schülerinnen und Schüler haben einen Fragebogen erstellt, mit dem sie Dialektbefragungen in ihren Heimatorten durchführen werden. Die Ergebnisse werden in einem selbst erstellten Forschungsbericht veröffentlicht, darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation erstellen, die am 16.7.2010 beim Minikongress, bei dem es auch wieder eine Prämierung gibt, an der Universität vorgestellt wird.

Yvonne Ebert