Cambridgefahrt 2009

Sonntag, 26.07.09, 0:30 : Man nehme 42 pubertierende Zehntklässler, zwei motivierte Abiturientinnen und zwei kooperative Englischlehrer und schicke diese zusammen mit Manni, dem Froschbusfahrer, in einem Froschbus auf eine 16-stündige Fahrt nach Cambridge. Auch wenn wir den Ochsenfurter Bahnhof zuerst verfehlt hatten, an dem der Rest der Truppe zusteigen wollte, steuerte uns das Navi ohne weitere Probleme durch Belgien nach Calais. Dort angekommen konnten wir nach der Passkontrolle ungehindert auf die Fähre fahren. Nach gut eineinhalb Stunden und leichter Seekrankheit erreichten wir den Hafen von Dover. Manni meisterte den Linksverkehr ohne jegliche Probleme und so düsten wir innerhalb von 3 Stunden nach Cambridge.

Nachdem wir die Zimmer der Jugendherberge bezogen hatten, genossen wir das leckere Abendessen unseres 3-Sterne Kochs Chris, das fast jeden Tag aus verschiedenen Haupt- und Nachspeisen bestand. Mit vollgeschlagenem Magen erkundeten wir die Stadt an diesem Abend zu Fuß im Eiltempo bei typisch englischem Regenwetter und am Tag darauf bei einer Open Bus Tour.

Die nächsten Tage waren relativ „chillig“. Während die eine Gruppe unter der Aufsicht der beiden Abiturientinnen Ina und Carina draußen bei strahlendem Sonnenschein eine Stadtrallye machen durfte, bearbeitete der Rest Übungstests für die Cambridgeprüfung. Hier ist zu erwähnen, dass die Sieger der Stadtrallye leer ausgingen, trotz anfangs versprochener Belohnung. Die Nachmittage verbrachten viele beim Shoppen in der Stadt oder beim Sport im Parker’s Piece.

Auf dem Weg nach Norwich am Donnerstag machten wir einen Abstecher zur Kathedrale in Ely und danach brachte uns Manni nach einer schier endlosen Suche nach einem Parkplatz sicher zum Busbahnhof in Norwich. Von dort aus stürzten wir uns in Kleingruppen in die Innenstadt.

Das Highlight der Fahrt erwartete uns am Samstag: die Fahrt nach London. Die Freude wurde allerdings dadurch etwas getrübt, dass die Schweinegrippe überall zu lauern schien: U-Bahn, Museen, Imbissbuden und öffentliche Plätze waren tabu. Trotzdem machten wir das Beste daraus und entkamen der „Swine Flu“, indem wir Sehenswürdigkeiten wie das London Eye, Big Ben, den Buckingham Palace und das National Museum nur von außen betrachteten. Auf dem Rückweg zum Bus überquerten wir noch die Themse über die Tower Bridge.

Auch für Manni wurde es einmal brenzlig: Am nächsten Tag brachte er uns an die Ostküste. Auf einer einspurigen Straße wollten wir zu einem Parkplatz gelangen, der leider, wie wir dann feststellen mussten, nur für PKW geeignet war. So musste Manni auf dieser engen Straße wenden. Respekt, Manni! Als wir endlich am Strand selbst ankamen, trauten sich trotz des kühlen Windes und des kalten Wassers zwei tapfere Jungs ins Meer. Da wir aber über vier Stunden Aufenthalt eingeplant hatten, machten wir uns entlang des Sandstrandes zu Fuß auf den Weg in das 5 km entfernte Hunstanton, dessen Strandpromenade mit ihren Betonwegen uns jedoch nicht gerade begeisterte.

Unseren letzten Tag „genossen“ wir mit weiteren Übungstests,bevor wir uns am Nachmittag von Cambridge verabschiedeten. An diesem Abend waren Herr Schurz und Frau Maier äußerst spendabel und zeigten sich sehr gesprächig.

Nach einer sehr kurzen Nacht quälten sich alle um 4 Uhr morgens aus den Betten, um mit Manni und seinem Froschbus die Heimreise anzutreten. Nach 15 Stunden Fahrt in großer Hitze kamen wir endlich müde und erschöpft um 19 Uhr am Ochsenfurter Bahnhof an, den wir diesmal auf Anhieb fanden.

Alles in allem war es eine lustige, ereignisreiche und teilweise auch anstrengende Fahrt, vor allem für diejenigen, die fast täglich in die Stadt pilgerten, um entweder im Apple Store kostenlos im Internet zu surfen, sich bei Starbucks einen Kaffee zu gönnen (<Bei Kaffee sind ja die Schweinegrippeviren durchs Kochen abgetötet!!!>) oder aber in den Shopping Malls ihre engl. Pfund zurückzulassen. Trotz der wiederholten Unpünktlichkeit der vier Betreuer hat es riesigen Spaß gemacht und wir wollen uns hiermit alle bei Herrn Schurz, Frau Maier, Ina und Carina für ihr Engagement und ihre „Coolness“ bedanken!

Julia, Katha und Laura

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