Amtseinführung des neuen Schulleiters

In einer Feierstunde, die in der neuen Mensa des Gymnasiums stattfand, wurde Oberstudiendirektor Toni Gernert in sein Amt als Schulleiter des Gymnasiums Marktbreit eingeführt.

Die Begrüßung der Ehrengäste, die zu diesem besonderen Ereignis gekommen waren, übernahm der stellvertretende Schulleiter Armin Forster. Er erinnerte sich, dass er Toni Gernert bereits 1984 kennen gelernt hatte, als er selbst ans Gymnasium kam. Gernert war zu der Zeit Lehrer und Fachleiter in Marktbreit und sei schon damals durch seinen Arbeitsethos, seine Korrektheit und seine Zielstrebigkeit aufgefallen.

Rudolf Schmitt, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasium in Unterfranken, übernahm die Einführung des neuen Schulleiters, obwohl er meinte, dass ein so erfahrener Schulleiter wie Toni Gernert eigentlich keine Einführung benötige, schließlich habe er bereits als stellvertretender Schulleiter am Siebold-Gymnasium in Würzburg und anschließend als Schulleiter am Reichsstadt-Gymnasium in Rothenburg ausreichend Erfahrung gesammelt. Durch die Erkrankung des Vorgängers Heinrich Voit habe das Gymnasium eine personelle Durststrecke erfahren müssen. Daher bedankte er sich herzlich bei den beiden stellvertretenden Schulleitern Armin Forster und Monika Rahner, die als motiviertes Team alle Schwierigkeiten hervorragend meisterten. Schmitt hob auch hervor, dass sich der Landkreis Kitzingen als Sachaufwandsträger mustergültig um die Schulen kümmere. Und zur Erheiterung aller richtete er folgenden Satz an den neuen Schulleiter: „Seien Sie gut zu Ihrer Frau, weil sie in den nächsten Jahren die einzige sein wird, die gut auf Sie zu sprechen sein wird.“

Für das Gymnasium Marktbreit bedeute die Generalsanierung bei laufendem Schulbetrieb eine große Herausforderung, meinte Landrätin Tamara Bischof, und da sei es beruhigend, einen erfahren Schulleiter vor Ort zu wissen. Investitionen in die Bildung seien im Landkreis großgeschrieben, und trotz schwieriger finanzieller Lage habe sich auch der Kreisausschuss am Mittwoch für das Bauvorhaben ausgesprochen, obwohl 13,6 Millionen Euro keine leichte Entscheidung gewesen seien. Doch Tamara Bischof verdeutlichte, dass das Gymnasium Marktbreit aufgrund seines Standortes eine große Bedeutung für den südlichen Landkreis habe. Nach dem doppelten Abiturjahrgang werde mit der Sanierung begonnen, was für den Schulleiter, der dann Organisator und Baumanager sein muss, eine logistische Meisterleistung sein werde.

Weitere Grußworte sprachen Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein, Walter Härtlein vom Förderverein des Gymnasiums Marktbreit und die Elternbeiratsvorsitzende Ilke Alsheimer, und alle wünschten sich weiterhin eine so gute und offene Zusammenarbeit wie bisher.

Margit Hofmann, die Schulleiterin des Armin-Knab-Gymnasiums Kitzingen, bescheinigte Toni Gernert Kompetenz, Erfahrung, Ortskenntnis, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Sie erinnerte sich auch an einen Ausspruch von ihm, als sie sich über die Aufgabe von Schulleitern unterhielten. Gernert meinte damals: „Ein Schulleiter darf vor allem den Schulbetrieb nicht stören!“

Stephan Clobes, Vorsitzender des Personalrates, hieß Toni Gernert im Namen des gesamten Kollegiums willkommen und wünschte einen guten Start an der alten Schule. Für die Schülerinnen und Schüler sprach Martin Schmidt (Vertreter der SMV), der die Schule mit einem Schiff verglich, das einen neuen Kapitän erhält. Für die Zeit der Erkrankung von Heinrich Voit hätte das Schiff jedoch nicht auf offener See getrieben, da Armin Forster und Monika Rahner das Kommando übernahmen und sicher steuerten. An Gernert gerichtet meinte er: „Herzlich Willkommen an Bord der MS Gymnasium Marktbreit.“

Das Schlusswort hatte der neue Schulleiter Toni Gernert, der sich bei allen für die liebenswürdige Aufnahme bedankte und meinte, er wisse genau, dass einige schwierige Aufgaben auf ihn warteten. Das G9 solle einen erfolgreichen Abschluss machen und auch das G8 solle mit einem überzeugenden Abitur aus der Dauerkritik gelöst werden. Und das Gebäude des Gymnasiums, in dem seit fast 50 Jahren Schüler unterrichtet werden, solle mit der Generalsanierung zukunftsfähig gemacht werden. Das werde auch das Lehrerkollegium und die Schüler fordern, da durch die Bauphase eine sich stets wandelnde Raumsituation entstehe, die ein hohes Maß an Flexibilität erfordere. Doch aufgrund des Teamgeistes, den er bereits in den ersten Wochen gespürt habe, sei er sich sicher, dass diese Herausforderungen alle gemeistert würden.

Das allerletzte Wort hatte dann die Mitarbeiterin im Direktorat Monika Rahner, die einen besonderen Dank an Rudolf Schmitt, den Ministerialbeauftragen für die Gymnasien in Unterfranken, aussprach, da er das Gymnasium Marktbreit immer sehr unterstützt habe. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Chor und das Orchester des Gymnasiums unter Leitung von Herbert Ullmann.

Uschi Merten (Main-Post)
Bilder: Rüdiger Horn

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