Adventskonzert am Gymnasium Marktbreit

Am vorletzten Schultag vor Weihnachten traf sich die Schulfamilie des Gymnasiums Marktbreit zu ihrem schon zur Tradition gewordenen Adventskonzert, das unter der Leitung von Herbert Ullmann in diesem Jahr in der Marktbreiter Rathausdiele stattfand.

Den Anfang machte in der festlich-barocken, in adventlichtes Dämmerlicht gehüllten Rathausdiele dieses Mal die Oberstufe: Der Grundkurs Chor und der Grundkurs Orchester sangen und spielten zusammen weihnachtliche Weisen aus dem deutschen und angloamerikanischen Raum. Der ruhig-meditative Charakter dieser meist wenig bekannten Stücke, der in der gelungenen Interpretation der jungen Musiker sehr gut zum Ausdruck kam, holte das Publikum aus ihrer vorweihnachtlichen Betriebsamkeit heraus und stimmte es auf das nun folgende Konzert und auch auf die kommenden Festtage ein.

Die nächsten Stücke wurden von den Kleinen dargeboten. Unter der Leitung von Carolin Stamm brachten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c mit „Jingle bells“ und „Hört der Engel neue Lieder“ zwei der bekanntesten Weihnachtslieder mit ihren hellen und lebendigen Stimmen, ihrer frischen Art und passend dazu arrangierten Instrumenten zum Vortag.

Eingestreut in die musikalischen Beiträge trugen Schüler und Lehrer des Gymnasiums weihnachtliche Geschichten vor, die ihr Publikum zum Schmunzeln und zum Nachdenken brachten.

Einen weiteren Höhepunkt stellte die Darbietung des Orchesters dar, dessen Sätze, wie auch schon die Stücke der Grundkurse Chor und Orchester, von Herbert Ullmann eigens für die jeweilige Besetzung und den Charakter der Lieder eingerichtet worden waren. Gekonnt und mitreißend spielten die Musiker des Orchesters weihnachtliche Weisen aus der serbisch-ungarischen Batschka, aus Deutschland und aus Großbritannien. Innovativ und experimentierfreudig gaben in einem Stück Bass und Schlagzeug, in einem anderen Geige und Schlagzeug das Thema vor, welches dann jeweils von den Streichern und Bläsern aufgenommen und variiert wurde.

Sehr großen Applaus erntete auch der Chor für die von ihm vorgetragenen Lieder. In ihrem von zwei weihnachtlichen Jodlern eingerahmten Beitrag bewiesen die jungen Sängerinnen und Sänger, die sich in dieser Gruppe erst seit dem aktuellen Schuljahr neu zusammengefunden haben, dass sie die ganze Bandbreite dessen, was ein Chor können muss, beherrschen. Ihr Repertoire erstreckte sich vom ruhig-meditativen Chorsatz bis zum mitreißend-rockigem Spiritual, wobei besonders beeindruckte, wie sensibel sie sich von ihrem Chorleiter Herbert Ullmann durch Tempo und Dynamik der einzelnen Lieder führen ließen: Von einem kräftigen Forte bis zum leisesten Pianissimo reichte ihr Können, mit dem sie ihr Publikum begeisterten.

Den Abschluss und zugleich letzten Höhepunkt des Konzerts bildete die Bläsergruppe unter der Leitung von Andrea Heilmann, die für ihr Publikum sicher und ausdrucksstark einen bunten Reigen bekannter und beliebter Advents- und Weihnachtslieder spielte. Das Schlusslied „Macht hoch die Tür“ sang das Publikum, das so zahlreich erschienen war, dass die Rathausdiele fast bis auf den letzen Platz besetzt war, mit der Bläsergruppe gemeinsam.

Es war ein gelungenes Konzert, in dem die jungen Interpreten ihrem Publikum auf musikalische Weise einen Eindruck von Weihnachten vermittelten: von der Kälte der Nacht, von der Verlorenheit der Menschen und von der Hoffnung, der Freude, dem Staunen und dem Glück des anbrechenden Weihnachtstags.

Katja Schulte-Bockholt
Bilder: Rüdiger Horn

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