Zeus und Consorten

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, lautet ein berühmter Satz, der dem Philosophen Sokrates zugeschrieben wird. In dem Stück, das die Schulspielgruppe 1 des Gymnasiums Marktbreit in der letzten Woche zur Aufführung brachte, sagt er dies jedoch nicht zu wissbegierigen Schülern, sondern schleudert diesen Satz seiner wütenden Frau Xanthippe entgegen, die ihn fragt, ob er eigentlich wisse, wie viel Arbeit so ein Haushalt mache. Es wurde also eine Komödie gespielt und das antike Athen sollte dabei von den 24 Schülerinnen und Schülern der fünften bis zur neunten Klasse unter der Leitung von Katja Schulte-Bockholt auf die Schippe genommen werden.

Zeus und Consorten hieß das Antikenlustspiel von Ingo Sachs, in dem das klassische Athen so richtig durcheinandergewirbelt wurde. Bei dem Stück ging es um einen Betriebsausflug der olympischen Götter ins antike Athen. Zeus war dabei, Hera natürlich, die weise Athena, die schöne Aphrodite, der Kriegsgott Ares ..., eigentlich alle. Und in Athen trafen sie auf eine von Männern geprägte und durch Männer regierte Gesellschaft: Sokrates denkt und lässt Xanthippe putzen, Perikles regiert und findet, das sei absolute Männersache, Hippokrates hält es für medizinisch erwiesen, dass das Gehirn der Frauen deutlich kleiner als das der Männer ist. Indem die Götter eine weibliche Statue zum Leben erweckten und ihr ausdrücklich zur Schönheit noch eine gehörige Portion Klugheit einhauchten, war das Gleichgewicht in Athen gestört. Das gab Turbulenzen und es gab vor allem viel zu lachen. Denn schließlich entschieden sich die Frauen Athens, aufgewiegelt durch die erweckte Statue, ihren Männern den Kram vor die Füße zu werfen. Und das machte seinerseits wieder Eindruck bei den Olympiern. Und es kam, wie es kommen musste, Hera warf Zeus ebenfalls den Kram vor die Füße und herrschte nun auf dem Olymp.

Und so wurde während der Aufführung herzlich gelacht und nicht mit Applaus gespart. Die jungen Schauspieler machten ihre Sache sehr gut, sie spielten ihre Rollen engagiert und witzig, so dass das ewige Problem zwischen Mann und Frau erfrischend und in historischem Rahmen durch den Kakao gezogen werden konnte.

Das Theaterstück wird im Rahmen der Schultheatertage des Mainfrankentheaters Würzburg noch einmal zur Aufführung kommen. Am 20. Juli werden die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, auf einer professionellen Bühne zu spielen und gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit und die Abläufe eines richtigen Theaters zu bekommen, so dass ihre Theatersaison mit einem weiteren Höhepunkt enden wird.

Die Schauspieler: Deborah Bauer, Franziska Eger, Leonie Pfrang, Christina Jurcic, Amelie Hell, Florian Frank, Miriam Stabenow. Adriana Hanika, Amelie Pfeiffer, Lucas Emmer, Amanda Borisov Perez, Laura Seidel, Ivana Biscan, Antonia Schmitt, Carly Jurcic, Franziska Sussner, Adina Wenk, Celina Kühn, Elisa Pfeuffer, Lucy Gronau, Niklas Löther, Jonas Wichmann, Frederik Hell

Katja Schulte-Bockholt

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