Starke Teamleistung der Marktbreiter Dragons

Vom Klima und anderen Katastrophen

Einen schweren Start erwischte diesmal das Team der Roboter-Werkstatt am Gymnasium Marktbreit beim Regionalentscheid der First-Lego-League in Tauberbischofsheim: Totalausfall des Roboters im ersten Vorrundenlauf des internationalen Roboterwettbewerbs. Trotzdem gaben die Schüler nicht auf, kämpften sich doch noch bis ins Viertelfinale des Robot-Games und erreichten durch eine hervorragende Mannschaftsleistung Platz 3 in der Kategorie „Teamwork“.

Das Team vom Gymnasium Marktbreit mit ihrem Maskottchen „Dragon 2.0“ und Teamcoach OStR Katzenberger
(auf dem Foto fehlen Manuel Metzger und Bastian Pöschl)

Seit Schuljahresbeginn im September drehte sich für eine Gruppe von fortgeschrittenen Schülern der Roboter-Werkstatt alles um das diesjährige Wettbewerbsthema Klima („Climate connections“). Sowohl im Wahlunterricht bei Herrn Katzenberger und Herrn Dr. Straka als auch in ihrer Freizeit bauten die Schüler Lego-Roboter und arbeiteten an dem zugehörigen Forschungsprojekt. Dabei entstand auch das viel bestaunte Maskottchen, ein 37 cm hoher und 90 cm langer Lego-Drache mit einer Flügelspannweite von 61 cm. Besondere Aufmerksamkeit erregten seine beleuchteten Augen, seine durch Motoren bewegten Flügel und Kopf sowie ein Rauchgenerator im Sockel.

Für das so genannte Robot-Game musste ein eigenständig agierender Roboter entwickelt werden, der auf einem Spielfeld innerhalb von zweieinhalb Minuten so viele Aufgaben wie möglich bewältigt: Da waren unter anderem Deiche zu errichten, Kohlendioxid zu vergraben, ein Haus zu dämmen und vor der Flut anzuheben, die Forschung voranzubringen und vieles mehr. In diesem Jahr war es durch die Vielzahl von Aufgaben mit relativ wenigen Punkten sehr schwierig, eine höhere Punktesumme zu erreichen.

Zu dem im letzten Jahr äußerst erfolgreichen Fahrwerk der neuen Robotergeneration konstruierten die Schüler verschiedene Anbauten – zum Teil sogar mit Pneumatik – und tüftelten einen Ablaufplan aus, wie innerhalb der kurzen Zeit so viele Punkte wie möglich erreicht werden können.

Beim Forschungsprojekt beschäftigten sie sich mit der Frage, welchen Einfluss der Klimawandel heute und in naher Zukunft auf den hiesigen Zuckerrübenanbau hat und worin Lösungen des Hauptproblems („Trockenstress“ im Sommer) bestehen könnten. Bekommt unsere Region wie von vielen Klimaforschern vorhergesagt wirklich in 60 bis 70 Jahren das Klima von Bordeaux, so könnte dies das Ende der Zuckerrübe hierzulande bedeuten. Herr Dr. Bürcky von der Firma Südzucker in Ochsenfurt, die zugleich einer unserer Sponsoren ist, lieferte uns als Experte wertvolle Informationen.

Am 13. November ging es dann nach Tauberbischofsheim, wo die Universität Würzburg gemeinsam mit den Schulen sowie dem Schulmöbelhersteller VS den Wettbewerb für die Region ausrichtete. Unter sechzehn Mannschaften – aus Schulen von Kulmbach bis Künzelsau - musste nun das Marktbreiter Team an den Wettbewerbstischen und vor der Lego-League-Fachjury bestehen.

Zu Beginn der Vorrunde erlebten die Schüler eine böse Überraschung: Das bewährte Fahrwerk ließ unter der Last der schweren Anbauteile jegliche Präzision vermissen und versagte in zwei Läufen völlig. Das Team entschied sich daraufhin für die Radikallösung und entfernte sämtliche Anbauten, um wenigstens die elementaren Aufgaben zu bewältigen. Mit dieser Strategie schafften die Schüler es sogar noch ins Viertelfinale. Dort fehlten zwar die mit den Anbauten geplanten Punkte, doch schweißten die akuten Probleme das Team derart zusammen, dass es auch die Jury überzeugte.

Am Ende hieß es für das Marktbreiter Team Platz 3 in der Kategorie „Teamwork“ und Platz 7 im Robot-Game.

Auch Herr Katzenberger wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet: als „Teamcoach seit vier Jahren“, also seit Bestehen des Regionalwettbewerbs.

Den Sieg errang wie im Vorjahr das Team aus Bad Mergentheim. Es vertritt nun die Region als Gesamtsieger Ende November beim süddeutschen Vorentscheid zum zentraleuropäischen Finale Anfang Dezember in Zürich.

Matthias Katzenberger

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