Regionalsieger bei Jugend forscht

Am diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vom 05. bis 06. März 2009 in Aschaffenburg haben acht Teams des Gymnasiums Marktbreit teilgenommen:

Schon das dritte Mal waren Stefan Klein, Johannes Reinhard und Martin Schmidt beim Regionalwettbewerb dabei. Mit „Oskar der kleine Eisbär“ einem selbstprogrammierten objektorientierten Programmpaket für den Informatikunterricht vertraten sie im Bereich Mathematik und Informatik das Gymnasium Marktbreit. Unterstützt durch ihren Betreuungslehrer Rainer Löffler entwarfen die Schüler eine objektorientierte Programmiersprache sowie eine dazugehörige Programmumgebung, mit der dargestellte Objekte erzeugt und gesteuert werden können. In Anlehnung an das bereits an Schulen verwendete Programm Robot Karol, das zum Erlernen des Programmierens und zur Einführung in die Algorithmik gedacht ist, aber leider nicht konsequent ojektorientiert ist, wurde eine virtuelle dreidimensionale Polarwelt geschaffen. Nun können von den Lernenden Anweisungen zur Erstellung und Bewegung von verschiedenen Objekten wie Eisbären, Pinguine oder Eskimos in der dreidimensionalen Welt umgesetzt werden. Während des Regionalwettbewerbs mussten die drei Jungprogrammierer der Jury über die Anwendung von verschiedenen Programmiersprachen und die Erstellung ihres Programms Rede und Antwort stehen. Ihre Arbeit wurde von den Fachleuten als hochkarätig bezeichnet und mit dem Regionalsieg gewürdigt. Nun freuen sich die drei Computerspezialisten aus der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe, mit ihrer Arbeit beim Landeswettbewerb vom 30.03. bis 02.04.2009 in München gegen die bayerische Konkurrenz antreten zu dürfen.

Bei der jüngeren Wettbewerbsgruppe „Schüler experimentieren“ konnten Lukas Dod und Janik Graf ebenfalls einen Erfolg verbuchen. Sie erreichten im Bereich Arbeitswelt mit ihrer Arbeit „Waschmittel oder Hausmittel“ den dritten Platz. Sie hatten verschiedene Textilmaterialien mit unterschiedlichen Verschmutzungen, wie Obst-, Rotwein-, Kaffee- oder Ölflecken versehen und anschließend an diesen den Reinigungseffekt eines herkömmlichen Waschmittels, eines Fleckensalzes und die Wirkung eines Hausmittels wie beispielsweise Salz oder Zitrone getestet. Ziel der Untersuchung war es, den Verbrauch an Waschmitteln und somit die Umweltbelastung zu reduzieren, indem systematisch für bestimmte Verschmutzungen Naturprodukte eingesetzt werden.

Ebenfalls bei den jüngeren Forschern nahm Christian Pfeuffer mit seiner Arbeit zur Reißfestigkeit von unterschiedlichem Papier im Bereich Physik teil.

Jan Weinkaemmerer und Matthias Walter stellten ihr Projekt bei „Jugend forscht“ im Fachgebiet Technik vor, betreut wurden sie von Alexandra Graf. Grundgedanke ihrer Arbeit war es eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen zum Antrieb eines Motors zu finden, um die Kohlenstoffdioxidbelastung in der Atmosphäre und den damit verbundenen Klimawandel zu begrenzen. Die Nachwuchsforscher beschäftigten sich intensiv mit der Entwicklung und Konstruktion eines Knallgasmotors. Zur Verwirklichung dieser Idee bauten sie mit viel technischem Know-how einen Modell-Vakuummotor um und leiteten das durch Elektrolyse erzeugte Knallgasgemisch ein.

Ebenso im Fachbereich Technik traten Felix Tremmel, Bastian Pöschl und Frederic Wendel an. Ihr Ziel war es die Sicherheit für Fahrradfahrer im Straßenverkehr zu erhöhen. So entwickelten sie eine Beleuchtung, die Vorder-, Rücklicht und Blinklichter umfasst, so dass insbesondere der bei Dunkelheit schlecht erkennbare Richtungswechsel sicherer wird. Im Vordergrund stand vor allem die leichte Bedienbarkeit.

Neben den vier Forschergruppen aus der 9. Jahrgangstufe stellten drei Kollegiatinnen, unterstützt durch Dr. Christina Oßwald, ihre Facharbeiten im Bereich Biologie beziehungsweise Arbeitswelt vor. So hatte sich Lisa Neppel intensiv mit der Auswirkung unterschiedlicher Lichtqualitäten auf die Fotosyntheseleistung von Pflanzen beschäftigt. Lisa hatte verschiedene Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Rotlicht, Blaulicht oder Tageslicht bestrahlt und das Wachstum akribisch dokumentiert. Zur Analyse der Sauerstoffproduktion im Rahmen der Fotosynthese führte sie einen Nachweis mit Indigokarmin durch und ermittelte beeindruckende Ergebnisse.

Ebenfalls nach dem Motto des diesjährigen Regionalentscheids „Du willst es wissen“ setzte sich Carolin Götz mit Lernprozessen und Gedächtnisleistungen auseinander. Sie untersuchte, ob die Merkfähigkeit größer ist, wenn Informationen auditiv oder visuell beziehungsweise kombiniert dargeboten werden. Ihre Ergebnisse könnten durchaus Bedeutung für die unterrichtliche Gestaltung haben.

Großen Alltagsbezug besaß die Arbeit von Nina Graf, die sich mit Rückenbeschwerden in der heutigen Gesellschaft und einem Trainingsprogramm zu deren Linderung auseinandersetzte. Eine sehr genaue Studie, die mit 30 Betroffenen durchgeführt wurde, erlaubte eine Differenzierung der Patienten in verschiedene Gruppen und zeigte, dass das von der Kollegiatin aufwendig zusammengestellte Programm in vielen Fällen erfolgreich war.

Während des zweitägigen Wettbewerbs präsentierten die Schüler und Schülerinnen die Vorgehensweise ihrer Untersuchungen und ihre ermittelten Ergebnisse. In Unterfranken konkurrierten 160 Teilnehmer mit 86 Projekten, so waren viele hochwertige wissenschaftliche Arbeiten zu sehen und die Schüler den Gymnasiums Marktbreit waren stolz dabei zu sein und sich den anderen gegenüber sehr gut zu behaupten. Alle wurden bei der Preisverleihung für ihre Teilnahme am Wettbewerb mit einer Urkunde geehrt.

Groß war nicht nur die Freude über den ersten und dritten Platz der entsprechenden Marktbreiter Gruppen, sondern auch über einen Sonderpreis für unser Gymnasium für acht eingereichte Arbeiten; nur drei Schulen in ganz Unterfranken waren mit noch mehr Projekte beteiligt. Die überreichte Urkunde ist mit einer „Forschungsunterstützung“ von 200,- Euro verbunden.

Nun wünschen wir unseren Jungprogrammierern viel Erfolg beim Landesentscheid in München.

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Dr. Christina Oßwald