Gesundeitstag: 13. Jahrgangsstufe

Blindeninstitut Würzburg

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Blindeninstituts durchlief jeder Schüler und jede Schülerin Stationen. Eine davon beschäftigte sich mit der Orientierung eines Blinden. Die Schüler bekamen die Augen verbunden und wurden mit Techniken, wie zum Beispiel an der Wand entlang gleiten, vertraut gemacht und sollten dann Abteilungen des Instituts erkunden. Auch mit dem so genannten Langstock sollten sie versuchen, sich zurecht zu finden, was am Anfang doch etwas Schwierigkeiten machte, jedoch nach einer gewissen Eingewöhnungsphase von jedem mehr oder weniger gut beherrscht wurde.

Diese Fertigkeiten, sich blind zurecht zu finden, wurden auch im Dunkelraum abgefragt! In diesem Raum ist es, wie der Name schon sagt, völlig dunkel, so dass nichts mit den Augen erfasst werden kann. Man ist also komplett auf sein Gehör und seinen Tastsinn angewiesen und so kann es schon einmal passieren, dass man sich im „riesigen Urwald“ verläuft.

In der dritten Station wurden die Schüler mit Brillen ausgestattet, die eine Sehbehinderung simulieren. So wird aus einfachsten Dingen, wie zum Beispiel Kartenspielen oder Bilder ausmalen, eine echte Herausforderung.

Der Einblick in die Welt der Sehbehinderten und Blinden war für alle ein Erlebnis, das sichtlich Spuren hinterlassen hat - nicht auf dem Gebiet des Mitleids, jedoch im Bezug auf Respekt gegenüber denen, die ihr Leben mit Schwierigkeiten wie diesen meistern müssen und es auch schaffen. Alle hatten sichtlich Spaß, und Sätze wie „Wer da nicht mit dabei war, hat was verpasst!“ waren am Ende von allen zu hören.

Oliver Ziegler (K12)