Vom Faustkeil zum Eisenschwert

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit über das Leben der frühen Menschen besuchte die Klasse 6c das Mainfränkische Museum auf der Festung in Würzburg.

Die Klasse wurde im ersten Teil der Führung durch die Abteilung des Museums geführt, die die ältesten Funde über menschliches Leben in unserer Region beherbergt. An zahlreichen Exponaten und Modellen wurde gezeigt, wie die Menschen ihr Leben meisterten, als es viele Dinge, die uns heute selbstverständlich erscheinen, noch nicht gab. Dabei wurde insbesondere die Entwicklung von den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit zu den Ackerbauern und Viehzüchtern der Jungsteinzeit verdeutlicht. Aber auch über „Ötzi“ wurde gesprochen, der ein Beispiel für einen Menschen aus der beginnenden Metallzeit ist. Viel Aufmerksamkeit erlangte dann ein recht kleines Exponat: ein kultischer Kesselwagen aus einem Grab bei Acholshausen, welcher zusammen mit den übrigen Grabfunden von einer hochentwickelten Kultur Zeugnis ablegt. Im zweiten Teil der Veranstaltung folgte gewissermaßen die Praxis. Zunächst führte die Mitarbeiterin des Museumspädagogischen Dienstes verschiedene Gusstechniken vor. Dann durften die Schülerinnen und Schüler selbst die Steinzeit „erfahren“, indem sie mit nachgebauten Werkzeugen und Geräten das Weben, das Bohren von Löchern in verschiedene Materialien sowie das Mahlen von Getreide und das Schneiden mit Steinklingen ausprobierten. Nach diesen doch recht schwierigen Übungen war den meisten klar: in der Steinzeit wollten sie nicht leben.

Gabriele Wollmann

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